50 Jahre Kolpingsfamilie Oberpleis 1979
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Aufnahme: 1979

50 Jahre Kolpingsfamilie Oberpleis 1979

Jubiläum bot Anlaß zur Freude und zum Dank

„Das Werk Kolpings ist jederzeit aktuell." Diözesanpräses Helmut Daniels erklärte dies beim 50-jährigen Jubiläum der Oberpleiser Kolpingsfamilie, das drei Tage lang gefeiert wurde. Die Grüße und Glückwünsche des Diözesanverbandes übermittelte Helmut Daniels. Er predigte beim Festhochamt und gehörte beim Festkommers in der Aula des Schulzentrums zu den mehr als 20 Gratulanten, die Grußworte sprachen.

Diözesanpräses Daniels: „Wenn eine Gemeinschaft 50 Jahre besteht, so bedeutet dieses Jubelfest Anlaß zur Freude und zum Dank. In der Zeit von 1929 bis 1979 haben viele Freunde an diesem Werk, an dieser Familie mitgearbeitet, manche über Jahrzehnte, manche kürzer. Kolpingsfamilie bedeutet für uns aber auch Verpflichtung und Programm. Im Namen Kolpings sollen wir versuchen, als Christen die Welt zu Gott hinzuführen, immer dort, wo wir gerade leben:  in der Familie, in der Freizeit, im  kulturellen Leben, in der politischen Mitgestaltung  unserer Gesellschaft und auch am Arbeitsplatz." Als Geschenk hatte der Geistliche der Kolpingsfamilie ein Bild der Kölner Minoritenkirche, der Grabeskirche Adolf Kolpings, mitgebracht.

Am Samstagabend begannen die Feierlichkeiten mit einem Festakt, der mit dem Triumphmarsch aus dem „Te Deum" von Charpentier begann und mit der Nationalhymne, vorgetragen vom Oberpleiser Kammerorchester unter der Leitung von Kurt  B. Wirtz, endete.

Landrat Dr. Franz Moeller, der die Schirmherrschaft über das Jubelfest übernommen hatte, überreichte ein Geldgeschenk.

Den Festvortrag hielt der Bundestagsabgeordnete Dr. Hoffacker über „Die Familie in der Zerreißprobe".

Das Kolpingsmitglied Hermann-Josef Hermes sprach über „Kolping und die Familie".

Bürgermeister Günter Hank, der für jedes Jahr des Bestehens zehn Mark mitgebracht hatte, betonte, daß die Kolpingsfamilie in der Zeit der beginnenden Weltwirtschaftskrise und der Arbeitslosigkeit entstanden sei. Auf der Suche nach neuen Leitbildern begleite die Kolpingsfamilie seit 50 Jahren das Leben des Stadtteiles Oberpleis. Außer der Fortbildung der Mitglieder habe sich die Kolpingsfamilie zum Ziel gesetzt, Kristallisationspunkt des Gemeindelebens zu sein. Viele Initiativen, Einrichtungen und Feste seien dem Kreis derer zu verdanken, die sich dem Gedanken Adolf Kolpings verschrieben hätten. So sei das Volksbildungswerk Oberpleis, heute aufgegangen in die Volkshochschule Siebengebirge, eine Gründung der Kolpingsfamilie. Auch der Oberpleiser Karneval sei aus dieser Vereinigung hervorgegangen.

Die Feierstunde wurde vom Gemischten Chor Oberpleis mit Liedern zur Jahreszeit gesanglich eröffnet und verschönert. Durch den Festkommers führte Vorsitzender Alfons Wegen.

Herbert Krämer, seit 24 Jahren Mitglied der Kolpingsfamilie, übermittelte die Glückwünsche der CDU und berichtete über die Geschichte der „Pleeser " Kolpingsfamilie in humorvoller Art.

Weitere Glückwünsche überbrachten Karl-Heinz Seger für die SPD, Ilse Kehren für die FDP und Erich Westhofen für die UBG.  Josef Binot von der Oberdollendorfer Kolpingsfamilie erinnerte an die alte Freundschaft zwischen den beiden Kolpingsfamilien. Schon vor 49 Jahren habe man Freundschaft geschlossen. Wilfried Görres dankte den Freunden aus Oberpleis. Denn durch sie sei die Ittenbacher Kolpingsfamilie gegründet worden. Karl Burgwinkel, der leider im vergangenen Jahr starb, habe vor 18 Jahren aus der Oberpleiser Kolpingsfamilie kommend, in Ittenbach ebenfalls eine Kolpingsfamilie gegründet.

Ihre Glückwünsche sprachen auch die Vertreter der Kolpingsfamilien aus Hennef, Bad Honnef und Ostinghausen in Westfalen aus, zu denen die Oberpleiser freundschaftliche Kontakte haben.

Weitere Gratulanten: Der Gemischte Chor, die Bürgervereine Oberpleis und Uthweiler, die Freiwillige Feuerwehr Uthweiler, die Kolpingsfamilie Siegburg, der Pfarrgemeinderat, der TuS 05, die Frauengemeinschaft und der Kontaktkreis.

Als „Kinder der Kolpingsfamilie" bezeichneten sich die Gratulanten des Arbeitskreises Heimatkunde, der Narrenzunft, der Zunftfrauen und der Blau-Weißen Funken. Sie alle gingen aus der Kolpingsfamilie hervor. Alle Vereinigungen gratulierten mit Blumen, „finanziellen Spritzen“, Bildern oder in einem Fall mit einem „Siegburger Wandteller".

Auf weitere Veranstaltungen und Ehrungen kommen wir noch zurück. gst.

Quelle
Festschrift zum 50-jährigen Bestehen der Kolpingsfamilie Oberpleis
Zur Verfügung gestellt von
Willi Joliet (Festschrift)
Räume & Galerien
Kolpingsfamilie Oberpleis 50 Jahre Katholische Kirche Oberpleis
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