St. Johann 1979 - Ferienfreizeit der Kolpingsfamilie ein voller Erfolg!

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Aufnahme: 1979

St. Johann 1979 - Ferienfreizeit der Kolpingsfamilie ein voller Erfolg!

Bei der abschließenden Zusammenkunft am 28. 8. 1979 in der Aula des Schuizentrums Oberpleis wurde nochmals die Ferienfreizeit der Kolpingsfamilie in St. Johann im Pongau/Österreich in Dias und Filmen zurückgespult und manche Erinnerung an die vergangene Ferienzeit wachgerufen. Ziel der diesjährigen Ferienfreizeit mit insgesamt 67 Teilnehmern war, wie schon erwähnt, St. Johann im Pongau gewesen. Ein Ort, 60 km südlich von Salzburg im Salzachtal gelegen, umrahmt von einer herrlichen Bergwelt wie Tennengebirge, Hochkönig und etwas weiter weg, der Großglockner.
 
Da das Haus auf der "Hahnbaumalm“ in 1200 m Höhe liegt und das Wetter in der ersten Ferienwoche recht gut war, wurde in uns der Wunsch geweckt, einen der genannten Gipfel zu erwandern, am liebsten den Hochkönig. Leider kam es nicht mehr dazu, denn das Wetter wurde unbeständig und daher unternahmen wir kleinere Bergtouren. Eine Tagestour zum "Hochgründeck“ war schon ganz schön strapaziös, aber voller naturkundlicher Erlebnisse; seltene Farne wurden entdeckt, Wollgras, Bärlapp und Knabenkraut gefunden und bemoostes Reisig als Andenken mit nach Hause genommen.

Der Weg in den Ort war sehr beschwerlich und alle waren froh, wenn der Lift fuhr; vielfach mußten aber auch die mitgeführten PKW 's einspringen und dann gings im Pendelverkehr die Serpentinen herauf und herunter. So auch bei der Wanderung in die „Liechtensteinklamm“. Dieses Naturphänomen ist überwältigend. Gewaltige Wassermassen zwängen in der Klamm durch schmale Felseinschnitte und stürzen von Wasserfall zu Wasserfall zu Tal unter tosendem Lärm, daß sman sein eigenes Wort nicht mehr versteht und die Kleider feucht werden von dem dampfenden Wasser.
 
Glück hatten wir an dem Tag, an dem die Wanderung zur Mitterfeldalm angesetzt war. Schon morgens war das Wetter schön so fuhren wir rechtzeitig los, mit der Bahn nach Bischofshofen und mit dem Postbus  zum „Arthurhaus“. Hier wurde Mittagsrast gemacht und dann trennte sich die Gruppe, ein Teil ging zum „Hochkeil“, der andere Teil wanderte zur „Mitterfeldhütte“ vorbei an blühenden Alpenrosen und Enzian, über uns die zackige Krone des „Hochkönigs“. Mit kupfererzhaltigen Steinen im Rucksack kehrten wir am Abend in unser Haus zurück.

Bei einer Österreichfahrt darf auch der Besuch eines Salzbergwerkes nicht fehlen. Das Verkleiden in die bunte Knappentracht macht riesigen Spaß, aber bei der Fahrt mit dem zockeligen Grubenbähnchen, vor allem aber aus dem Berg, klammerte sich einer an den anderen und ist froh, wenn man nach den Belehrungen des Fahrsteigers und mit einigen Klumpen schmutzigen Salzes beladen, das Tageslicht wieder sieht. Wir besuchten, wie auch in den vergangenen Jahren wiederum das Salzbergwerk in Bad Ischl, verbunden mit einer nach Fahrt nach Hallstadt, einer Schiffsfahrt über den See und Besuch des dortigen Museums mit seinen beachtenswerten Funden aus der Bronzezeit.

Der diesjährige Stadtbummel in Salzburg fiel buchstäblich ins Wasser. Schon auf der Hinfahrt mit dem Omnibus begann es zu regnen und der bekannte Salzburger "Schnürlregen“ beflutete uns den ganzen Tag. So besichtigten wir das „Haus der Natur", ein Museum, das manche Ausstellungsstücke zeigte, die Herr OStR Weyler bei seinen Diavorträgen über „Evolution“, das Werden des Lebens auf unserem Planeten, uns geschildert hatte.

Aber nicht nur Wanderungen und Besichtigungen wurden durchgeführt. Am späten Nachmittag wurde gebastelt und gemalt. Schöne Drahtbiegearbeiten wurden unter Anleitung von Herrn Wegen, der auch der Leiter der Ferienfreizeit war, angefertigt. Abends traten die Musiker in Aktion und verzauberten durch die mitgebrachten Instrumente die friedliche Almhütte in eine Discolandschaft. Aber nicht nur für Geselligkeit und Tanz wurden die Instrumente gebraucht, sondern auch zum Verschönern des Gottesdienstes und zur Begleitung beim Singen von und Wanderliedern. Ein Quizabend, den Frau und Herr Grund gestalteten, fand besonderen Anklang. Manche schöne Preise konnten hierbei gewonnen werden, wie auch bei der Fußgängerrally, die Gebi Schäpertöns mit ihrem Stab von Mitarbeitern ausgearbeitet hatte. Die drei besten Gruppen erhielten Preise und Urkunden.

Zum Schluß kann man sagen, daß gerade wegen des unbeständigen Wetters, das uns viel ans Haus fesselte, eine Gemeinschaft entstand, die noch weiter in dieser Zusammensetzung fortbesteht. Auf der Abschlußbesprechung wurden entstandenen Gemälde prämiert und den Gruppenleitern, Frau und Herrn Grund, die schon seit Jahren für das leibliche Wohl bei den Ferienfreizeiten sorgen, dem Präses der Kolpingsfamilie, Herrn Weyler, und Leiter der Maßnahme, Herrn Wegen, mit seiner Gattin, herzlich gedankt.
Jack Wichterich  

Quelle
Pfarrfamilie Nr. 5, Oktober - November 1979; Fotograf unbekannt; Bericht: Jack Wichterich
Zur Verfügung gestellt von
Edith Jarzombek / Pfarrarchiv St. Pankratius Oberpleis
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