Ein Sonntag für den Nächsten

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1979

Ein Sonntag für den Nächsten

Bei einem Besuch des Pfarrgemeinderates bei der Oberin des Konstantiahauses wurde beschlossen, durch einen Sonntagsdienst den Kontakt der Pfarrgemeinde zum Altersheim in Oberpleis zu verstärken. Am 28. 10. 1976 traf ich mich dann mit 15 Schülerinnen, die sich bereit erklärt hatten, am Sonntagmorgen den Schwestern (Olper Franziskanerinnen) im Konstantiahaus zu helfen. Es waren damals: Martina Dalcolmo, Gabi Giesen, Gabi Grund, Christiane Hubig, Uta und Anja Keymes, Claudia Kemmer, Dorothee Kirschbaum, Gerlinde Mühlhoff, Martina und Ulrike Pickel, Lucie und Renate Schmitt, Angelika Schubert und Bärbel Thomas. 

Wir stellten gemeinsam einen Dienstplan auf und am folgenden Sonntag standen drei Mädchen um 8.00 Uhr an der Pforte des Altersheimes. Das war der Beginn einer Tätigkeit, die bis heute bestehen blieb. Der Dienst geht von morgens 8.00 Uhr bis mittags um 12.00 Uhr. Innerhalb dieser Zeit ist Gelegenheit zum Besuch der hl. Messe. Die Aufgaben bestehen darin, auf den beiden Stockwerken und im Eßzimmer den Schwestern bei der Bedienung und Betreuung der Hausinsassen zu helfen; das Essen wird teilweise auf die Zimmer gebracht, in der Küche wird gespült, die Mädchen machen mit den gehbehinderten Damen kleine Spaziergänge, und Wünsche der älteren Menschen werden erfüllt.

Durch Schule und Beruf schieden im Laufe der Jahre Helferinnen aus und es kamen neue hinzu. Es waren: Ulla Brenner, Rita Buchholz, Stefanie Hahn, Ute Laack, Lissi Osinski, Katharina Stock, Christina Heß, Ulrike Winkler, Ute Doppelhammer, Cora Flidder, Andrea Bartsch und Ingrid Paffrath. Alle drei Monate treffen wir uns zur Dienstbesprechung. Jede Helferin kommt etwa einmal im Monat zum Sonntagsdienst. Wie ich auch aus dem Konstantiahaus weiß, freuen sich die älteren Menschen sehr über den sonntäglichen Kontakt mit diesen jungen Menschen, und sie und die Schwestern loben die freundlichen und hilfsbereiten Mädchen. Besonders erfreulich ist auch die Tatsache, daß in diesen 2 1/2 Jahren 3 Helferinnen nach der Schulzeit in die Krankenpflege und 2 in eine Arztpraxis gegangen sind. Die Begegnung mit alten und kranken Menschen wird vielleicht mit dazu beigetragen haben. Zur Zeit haben wir 13 Mädchen, und wir brauchten wieder einigen Nachwuchs. Wer also 13 Jahre und älter ist und gerne mithelfen würde, sollte sich melden oder am Donnerstag, dem 9.8. 1979 um 16.3O Uhr an der Kirche sein.

Maria Hermes

Quelle
Pfarrfamilie St. Pankratius Oberpleis Nr. 3 / Juni, Juli, August 1979
Zur Verfügung gestellt von
Edith Jarzombek / Pfarrbüro St. Pankratius Oberpleis. Text: Maria Hermes
Räume & Galerien
Katholische Kirche Oberpleis
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