Fortschreitende Turmrenovierung. Einzug in die renovierte Kirche am 17. Dezember 1978

Aufnahme: 1978

Fortschreitende Turmrenovierung. Einzug in die renovierte Kirche am 17. Dezember 1978

Arbeiten am Kirchvorplatz beginnen

"Ein Freudentag für die Oberpleiser Katholiken wird der 17. Dezember sein. An diesem Tage wird die St. Pankratiuskirche wieder ihrer Bestimmung übergeben. Nach 14jähriger Bauzeit prangt dann die Kirche endlich wieder in alter Schönheit. Diese Mitteilung machte Heinz Lindlar als Beisitzer im Bürgerverein und zugleich als Vorstandsmitglied des Kirchenvorstandes auf der Versammlung des Bürgervereins. Noch in diesem Jahre sollen auch die Arbeiten zur Neugestaltung des Kirchenvorplatzes beginnen. Heinz Lindlar erläuterte die Pläne. Zunächst aber machte er die Mitteilung, dass die Treppe von der Hauptstraße aus verschwinden wird. Die Seite zur Hauptstraße hin wird durch eine Grün- und Baumhecke geschlossen.

Das Ehrenmal wird seinen Platz behalten und vom Kircheneingang aus sichtbar bleiben. Dort, wo heute die Notkirche steht, wird später einmal eine geschlossene Grünfläche angelegt. Die Fläche vom Denkmal bis zum Kircheneingang wird mit Basaltpflaster und Platten verlegt. Dieser Platz könnte, so wurde vorgeschlagen, als Festplatz benutzt werden, zum Beispiel für die Pfarr- und Kirmesfeste. Dieser Platz würde sich auch für Konzertdarbietungen der verschiedenen Oberpleiser Musikkorps eignen.

Südwestlich des Kircheneinganges entsteht ebenfalls eine Grün- und Erholungszone, wobei dort die Anlage eines Springbrunnens ins Auge gefasst wurde. Die Renovierung des Pfarrsaales wird zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Die Notkirche wird nach dem Widereinzug in die Kirche dann als Versammlungsraum zur Verfügung stehen. Mit der Renovierung des Pfarrsaales wird in zwei Jahren gerechnet. Lindlar sprach auch über die Instandsetzung des südlichen Innenhofes, der dem Land Nordrhein-Westfalen gehört, ebenso das Pfarrhaus und die Vikarie.

In der Diskussion war man allgemein der Auffassung, dass der Kirchvorplatz wieder der Ortsmittelpunkt werden müsse. Überholt wird auch die Mauer an der Propsteikirche. Damit, dass die Treppe zum Aufgang des Kirchvorplatzes abgerissen werden soll, war man zunächst in der Aussprache nicht so recht einverstanden, doch als geschlossenes Ganzes sah man die Notwendigkeit ein. 'Generationen haben sich auf dieser Treppe wohl gefühlt’, meinten einige Diskussionsredner. Selbst Beigeordneter Erich Lichtenberg setzte sich zunächst für den Erhalt der Treppe ein, sah aber später die Notwendigkeit des Abbruchs zur Verschönerung des Kirchvorplatzes ein.

SPD-Ratsmitglied Ulrich Tepper bat darum, bei der Anpflanzung darauf zu achten, nicht zu hohe Bäume zu nehmen, um den Blick auf Ehrenmal, Hochkreuz und Kirche freizuhalten. Kosten für die Arbeiten konnte Lindlar noch nicht nennen."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 42 vom 20. Okt. 1978
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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