Aufnahme: 1976
Der Oberpleiser Kirchturm nach seiner Renovierung
"Abschluss der Renovierung abzusehen
Weihnachten 1978 soll nach fast 12-jähriger Renovierungszeit die Pfarrkirche St. Pankratius in Oberpleis wieder in vollem Glanz erstrahlen. Das jedenfalls hofft Pfarrer Stein. Bis dahin müssen die Oberpleiser ihre Gottesdienste in einer Notkirche besuchen. Sie wurde neben der Pfarrkirche aufgebaut. Umfangreiche Arbeiten waren bisher und werden noch nötig sein, um die alte Propsteikirche zu erhalten. Die Arbeiten am Turm, der im 12. Jahrhundert, genau wie der Turm der Oberdollendorfer Pfarrkirche, gebaut worden war, erschienen am dringlichsten.
Bei den Arbeiten wurde festgestellt, dass der aus Stenzelberger Bruchstein und Wolsdorfer Stein erbaute Turm nicht mehr standfest war, so dass eine Erneuerung von Grund auf unumgänglich erschien. Die gesamte Kirche musste entwässert und trockengelegt werden. Nachher wurde die Sanierung der Mauerfundamente vollzogen. Nach langwierigen und umfangreichen Verhandlungen mit dem Kölner Generalvikariat und dem Landeskonservator gelang es, den Boden der Kirche vollkommen zu erneuern. Der gesamte Boden musste tiefer gelegt werden. Diese Maßnahme war mit hohen Kosten verbunden. Bei diesem Vorhaben wurde ein historisch wertvoller mittelalterlicher Keramikschmuckboden freigelegt. Er war im Kölner Schnüttgen-Museum ausgestellt und wird später in einem Museum der Erzdiözese Köln der Nachwelt erhalten bleiben.
Der neue Kirchenboden wird als Reproduktion des ursprünglichen Keramikbodens neu erstellt. Das Gotteshaus wird mit einer neuen Bestuhlung ausgestattet. Gleichzeitig ist eine neue Fußbodenheizung eingebaut worden. Von der zentralgesteuerten Heizung werden die Krypta, der Pfarrsaal und alle anderen Nebengebäude mitbeheizt. Da bei der Durchführung der Arbeiten immer wieder neue Schäden auftraten, die nicht vorhergesehen werden konnten, wurde der vorgesehene Ablauf der Bauarbeiten erheblich verzögert. Auch der kleine Glockenturm am Ostteil der Kirche musste neu errichtet werden. Nach Abschluss der Bauarbeiten an der Kirche muss noch die Außenfassade restauriert werden. Im Anschluss daran soll der Kirchenvorplatz neugestaltet werden. Die Gesamtbaukosten betragen mehrere Millionen DM. Die Pfarrgemeinde selbst muss für die Inneneinrichtung aufkommen. gst."
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