Aufnahme: 1966
Opernkonzert begeisterte Oberpleis
Volksbildungswerk veranstaltete Chor- und Orchesterkonzert im Pfarrsaal.
Die Bewohner der Pleistal-Metropole Oberpleis sind ein musikbegeistertes Völkchen, und so ist es kein Wunder, daß es hier Vereinigungen gibt, die mit viel Liebe und großem Idealismus Konzerte geben, die auch Musikkenner und Fachleute vollauf zufriedenstellen, zumal es in diesen Musikvereinen zahlreiche gute Solisten gibt. So erlebte man am Sonntag im vollbesetzten Pfarrsaal und im Rahmen des von Herbert Krämer vorbildlich geleiteten Volksbildungswerkes ein Opernkonzert, das hellauf begeisterte.
Das abwechslungsreiche Programm, von Schulrat Heinrich Breuer und Kantor Kurt Wlrtz geschickt zusammengestellt, umfaßte neben Arien und Duetten der Solisten: Darbietungen des Oberpleiser Kammerorchesters und gemeinsame Chorvorträge des Kirchenchenchors St. Pankratius und des MGV Quirrenbach. Herbert Krämer, der den Mitwirkenden zu Beginn gedankt hatte, konnte neben Pfarrer Wiechert auch zahlreiche Ratsmitglieder der Gemeinde Oberpleis als Gäste begrüßen, die durch ihre Teilnahme bekundeten, daß man solche Konzertaufführungen zu schätzen weiß. Schulrat Breuer sprach die einführenden Worte, wobei er betonte, daß alle Mitwirkenden Liebhaber der Musik seien. Wenn auch nicht alles Dargebotene „reines Gold" sei, so dürfe man aber gewiß sein, daß es an Idealismus und Eifer nicht fehle und das Mittun aus Liebe zur Musik geschehe. Leider fehle es auch an einem rechten Konzertraum. und so solle man das ganze Konzert als eine Art „Improvisorium" betrachten.
Die Solisten stellten sich stimmlich sehr begabt vor und waren durchweg ihren Aufgaben gewachsen. Dorothea Birkhäuser sang die Arie ,,Ach ich habe sie verloren" aus Glucks Oper „Orpheus und" und die Cavatine aus Rossinis „Barbier von Sevilla", Siegfried Keymes trug C. M. v. Webers Arie „Durch die Wälder, durch die Auen" und die Bildnis Arie aus der „Zauberflöte" von Mozart vor. Resl Bellinghausen begeisterte mit zwei Weber-Arien und Heinrich Breuer mit Mozarts „In diesen heiligen Hallen". Zu Duetten vereinten sich Keymes und Weber (aus der „Verkauften Braut" von Smetana), Resl Belllnghausen und Kurt Wirtz, und auch Inge Breuer und Margot Kremer erfüllten alle Erwartungen. Das Kammerorchester ist zu einem harmonischen Klangkörper gewachsen und brachte die Ouvertüre zu „Orpheus" von Gluck gekonnt, und die beiden Chöre stellten sich mit Werken von Weber und Mozart als ausgeglichene Gemeinschaft vor: Die musikalische Gesamtleitung hatte der schon oft bewährte Kantor Kurt Wirtz.
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