Aufnahme: 1955
Säulen in der Krypta der Pfarrkirche St. Pankratius in Königswinter-Oberpleis
Die Kreuzgratgewölbe der um 1100 n. Chr. erbauten Krypta ruhen auf sechzehn Säulen. Bemerkenswert ist, dass zwei Säulenschäfte aus hellem Kalksinter der römischen Wasserleitung aus der Eifel nach Köln bestehen. Sie heben sich optisch deutlich von den anderen Säulen ab.
Nachdem amerikanische Truppen den Rhein bei Remagen überschritten, geriet Oberpleis am 9. März 1945 unter Artilleriebeschuss. Ein geregelter Gottesdienst war in der Pfarrkirche St. Pankratius nicht mehr möglich. Der Gottesdienst wurde in die Krypta verlegt. Viele Oberpleiser hatten sich in die Krypta geflüchtet und verbrachten dort Tag und Nacht.
Sie war so gedrängt voll, dass Pfarrer Wichert sich an jedem Morgen den Weg durch einen Wall von Liegestätten und Stühlen, von übernächtigten Menschen und sorglos schlafenden Kindern zum Altar bahnen musste. Am 19. März erreichte die Front den Süden des Pfarrgebietes und am 20. März war das Dorf Oberpleis von Amerikanern besetzt.
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