Pleese bliev Pleese

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Aufnahme: 1929

Pleese bliev Pleese

Paul Heinen, ein Sohn der Familie des Oberpleiser Apothekers Dr. Franz Heinen, empfing im Jahre 1929 die Priesterweihe im Kölner Dom und feierte die Primiz in seinem Heimatort (Bild oben). Er emigrierte Ende der dreißiger Jahre auf der Flucht vor den Nationalsozialisten nach Amerika. Zur Feier seines silbernen Priesterjubiläums kam er 1954 nach Oberpleis. Das Foto unten zeigt ihn, wie er mit Prälat Buchholz (links) und Kaplan Thomé (rechts) aus dem festlich geschmückten Elternhaus tritt.

In St. Pankratius zelebrierte er seinen Festgottesdienst. Die ersten Sätze seiner Predigt machten es dabei allen deutlich: Paul sprach mit starkem amerikanischen Akzent und etwas stockend. Er konnte seine zweite Heimat nicht verleugnen. Kurzerhand schaltete er daraufhin um: "Ich prädije en Pleese Platt wegge, dat jeht besse." Zur Freude der alten Oberpleiser Freunde und Bekannten redete er nun genauso wie früher, so wie ihm der Schnabel gewachsen war - als sei er nie aus Oberpleis weggewesen.

Zur Verfügung gestellt von
Ursula Grund geb. Heinen Pastor Paul Heinen und seine Lebensgeschichte - Primiz
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