Aufnahme: 1803
Inventur und Versteigerung von Mobilien der aufgehobenen Propstei Oberpleis
Abschrift der handschriftlichen Aufzeichnung:
„No 14.
Das kleine Zimmer
daneben
ist besetzt mit gerägden
des Herrn und
fraülein von Copons.“
* Josef Maria von Copons ist vom 11. November 1793 bis zum 27. Juni 1796 als Propst der Benediktinerpropstei Oberpleis bezeugt (Siegburg, Akten 4351/2 Bl. 10).
Die Inventur der Mobilien erfolgte am 5. und 7. September 1803, die Versteigerung am 17. und 18. September 1803.
In der Akte sind 26 Räume aufgelistet. Mobilien wurden aus 24 Räumen versteigert.
Im Raum 14 befanden sich Gegenstände aus dem Besitz von Herrn und Fräulein von Copons und in Raum 17 Gegenstände aus dem Besitz des propsteilichen Verwalters Alexander von Neumüller.
Aus Raum 22 ‚Die Kruft unter der Kirche‘ wurde ein Steintopf an Franz Frölig und ein steinerner Sauerkrauttopf an Pastor Schoog verkauft.
* Bis 1803 wurde die Krypta der Propsteikirche als Keller genutzt.
Nach dem Frieden von Luneville vom 9. Februar 1801 musste das Gebiet des linken Rheinufers an Frankreich abgetreten werden. Die Abtei Siegburg und die Propstei Oberpleis verloren ihre linksrheinischen Besitzungen. Im Reichsdeputationshauptschluss vom 25. Januar 1803 wurden die deutschen Fürsten für ihre verlorenen linksrheinischen Gebiete geistliche Territorien und Klosterbesitz übereignet. Die bergische Regierung verfügte noch im gleichen Jahr am 12. September, die geistlichen Besitzungen, darunter die Erzabtei Siegburg und ihre Propsteien, aufzuheben.
Dem Exkonventualen Freiherr Alexander von Neumüller, seit 1802 als Prior des Klosters auf dem Michaelsberg bezeugt, wurde die Auflösung der Propstei Oberpleis übertragen.
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