Aufnahme: 1549

Propst der Benediktinerpropstei floh 1549 aus Oberpleis

Daniel von Krieckenbeck, genannt Beeck, Propst von Oberpleis
Er wird in den Siegburger Urkunden 796 und 817 vom 4. Juni 1536 bis zum 3. Mai 1549 Prior des Konvents auf dem Michaelsberg in Siegburg genannt. Gemäß eigener Aussage wurde er 1542 durch den Bonner Archidiakon als Pfarrer und Propst zu Oberpleis investiert. Eine Urkunde, die dies belegt, ist nicht bekannt.

Johann II. von Fürstenberg war von 1516 bis 1549 Abt der Benediktinerabtei Siegburg. Während seiner Zeit als Abt erfasste die reformatorische Bewegung Stadt und Kloster Siegburg und konnte Boden gewinnen. Ihm selbst war eine Hinneigung zur neuen Lehre nicht nachzuweisen. Dagegen wurde Daniel von Krieckenbeck genannt Beeck vor den Kölner Offizial geladen. Dieser protestierte erfolgreich gegen die Ladung als ungehörige Einmischung in interne bergische Angelegenheiten.

In der genealogisch-heraldischen Sammlung Ernst von Oidtman Mappe 284 (Krieckenbeck), Hsgb. Herbert M. Schleicher 1993, Bd.4; ist Daniel von Krieckenbeck genannt, allerdings ohne mit seinem Stammbaum verknüpft zu sein. Auf Seite 277 lautet der Eintrag: ‚Mönch zu Siegburg, 1542 als Propst in Oberpleis investiert. 1549 Prior zu Siegburg, verläßt den kath. Glauben, spoliert (1) die Propstei, nahm sich ein Weib und zog davon.‘ Quelle: Alftersche Sammlung im Archiv Siegburg (Sammlung Studienstiftung).

In der Geschichte der Gemeinde Beeck (2)  - unveröffentliches Manuskript von Paul Alfer / Karl Peters, Beeck 1933 -, ist auf Seite 152 der gleiche Eintrag zu lesen. Allerdings haben die beiden Autoren hier eine Familienzuordnung vorgenommen.  Daniel von Krieckenbeck ist als drittes von vier Kindern des Ehepaares Johann von Krieckenbeck genannt Beeck und der Agnes von Zours zu Keyenberg (3) aufgeführt. Die weiteren Kinder hießen: Maria, Agnes und Albert von Kriekenbeck. Als Quelle wird hier die Alftersche Sammlung der Verwaltung der Gymnasial- und Stiftungsfonds zu Köln angegeben.

(1) spolieren = berauben, plündern, stehlen
(2) Beeck, Ortsteil der Stadt Wegberg im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen.
(3) Keyenberg, Stadtteil von Erkelenz im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen. Der Ort und Haus Keyenberg, eine ehemalige Wasserburg mit fünfseitiger Vorburg und einem zweiflügeligen Herrenhaus, müssen dem Tagebau Garzweiler der RWE-Power-AG weichen.

Benutzte Literatur:
GERMANIA SACRA, Neue Folge 9, Erzbistum Köln 2, Die Benediktinerabtei Siegburg, bearbeitet von Erich Wisplinghoff, Berlin 1975, Seiten 31, 70f. und 177.
Wikipedia

Bild: Ansicht von Schloss Beeck aus dem Codex Welser: Karten und Ansichten des Herzogtums Jülch aus der Zeit um 1720

Recherche: Willi Joliet

Ich danke Herrn Dietmar Schmitz, Arbeitskreisleiter Genealogie im Heimatverein der Erkelenzer Lande e.V., für seine Angaben zur genealogisch-heraldischen Sammlung und zum unveröffentlichten Manuskript ‚Geschichte der Gemeinde Beeck‘.

Quelle
Alftersche Sammlung im Archiv Siegburg (Sammlung Studienstiftung).In der Geschichte der Gemeinde Beeck (2) - unveröffentliches Manuskript von Paul Alfer / Karl Peters, Beeck 1933 -, ist auf Seite 152 der gleiche Eintrag zu lesen. Allerdings haben die beiden Autoren hier eine Familienzuordnung vorgenommen. Daniel von Krieckenbeck ist als drittes von vier Kindern des Ehepaares Johann von Krieckenbeck genannt Beeck und der Agnes von Zours zu Keyenberg (3) aufgeführt. Die weiteren Kinder hießen: Maria, Agnes und Albert von Kriekenbeck. Als Quelle wird hier die Alftersche Sammlung der Verwaltung der Gymnasial- und Stiftungsfonds zu Köln angegeben.(1) spolieren = berauben, plündern, stehlen(2) Beeck, Ortsteil der Stadt Wegberg im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen.(3) Keyenberg, Stadtteil von Erkelenz im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen. Der Ort und Haus Keyenberg, eine ehemalige Wasserburg mit fünfseitiger Vorburg und einem zweiflügeligen Herrenhaus, müssen dem Tagebau Garzweiler der RWE-Power-AG weichen.Benutzte Literatur:GERMANIA SACRA, Neue Folge 9, Erzbistum Köln 2, Die Benediktinerabtei Siegburg, bearbeitet von Erich Wisplinghoff, Berlin 1975, Seiten 31, 70f. und 177.Wikipedia Bild: Ansicht von Schloss Beeck aus dem Codex Welser: Karten und Ansichten des Herzogtums Jülch aus der Zeit um 1720Recherche: Willi JolietIch danke Herrn Dietmar Schmitz, Arbeitskreisleiter Genealogie im Heimatverein der Erkelenzer Lande e.V., für seine Angaben zur genealogisch-heraldischen Sammlung und zum unveröffentlichten Manuskript ‚Geschichte der Gemeinde Beeck‘.Bild von 1549Willi Joliet (Recherchen)Quelle: GERMANIA SACRA, Neue Folge 9, Erzbistum Köln 2, Die Benediktinerabtei Siegburg, bearbeitet von Erich Wisplinghoff, Berlin 1975, Seiten 31, 70f. und 177.
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