Gotischer Stollenschrank aus Oberpleis

Aufnahme: 1500

Gotischer Stollenschrank aus Oberpleis

Im Kunst-Auktionshaus Math. Lempertz, Inhaber Joseph Hanstein, Köln, Neumarkt 3,
wurde am Dienstag, 13. November 1928, der Nachlass Frau Carl Roettgen, Bonn, versteigert.
Als Nr. 23 kam ein gotischer Stollenschrank zum Aufruf. Diesen Schrank hatte Carl Roettgen Ende des 19. Jahrhunderts in Oberpleis mit mehreren Kunstobjekten, darunter ein Kanzelkorb und ein Chorgitter, erworben.

Es ist naheliegend, dass der Schrank noch aus dem Besitz der Pröpste von Oberpleis stammte.
Der Zuschlag erfolgte 1928 bei 2400 Reichsmark. Kaufkraftumrechnung 2014, lt. Statistischem Bundesamt: 1 Reichsmark = ca. 5,00 € = ca. 12.000,00 €. (Text: Willi Joliet)

Text aus dem Katalog der Versteigerung vom 13. November 1928:

„GOTISCHER STOLLENSCHRANK. Eichenholz. Den Oberbau, der auf zwei gewundenen Stollen ruht, schließen zwei seitliche Türen, zwischen denen sich ein schmales Mittelpaneel einfügt. Unter dem Schrankgelaß zwei Hängeschiebladen nebeneinander. Die Paneele der Türen und der Schiebladen, sowie das Trennungspaneel in verschiedenartigem Maßwerk sehr fein und reizvoll in durchbrochener Arbeit auf farbigem Grunde geschnitzt. Die Rückwand des offenen Unterteils, sowie die Seitenwände mit Rollenfüllungen. Die Angelbänder und Schlüsselblätter aus durchbrochen geschmiedetem Eisen. Der Schlüssel in durchbrochenem Eisenschnitt, H. 142, B. 109, T. 52. Abbildung Tafel 5. Niederrheinisch, um 1500. – Erworben in Oberpleis.“

Quelle
Mit freundlicher Genehmigung des Kunst-Auktionshauses Math. Lempertz
Zur Verfügung gestellt von
Willi Joliet
Räume & Galerien
Restaurierung der Propstei 1891/94 Katholische Kirche Oberpleis
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