Aufnahme: 2015

25 Jahre Montessori-Kinderhaus in Oberpleis


Am 13.06. begeht das Montessori- Kinderhaus mit einem Festakt unter dem Motto „Jahrmarkt“ sein 25-jähriges Bestehen. Begonnen hat alles im März 1990, als vier Oberpleiser Elternpaare die „Elterninitiative Integratives Montessori-Kinderhaus" ins Leben riefen. Auch heute wird das Kinderhaus noch als Elterninitiative geführt und lebt durch die Mitarbeit und das Engagement der momentan 26 Familien. Als alles begann wurden zunächst nur 15 Kinder in einer kleinen Wohnung in Hüscheid betreut. Seit November 1992 hat das Kinderhaus in den alten Gemäuern des Propsteihof, mitten im Herzen von Oberpleis, ein gemütliches Zuhause gefunden. Und ist seitdem eine Einrichtung mit zwei Gruppen, in denen jeweils fünf Kinder mit und zehn Kinder ohne Einschränkung pädagogisch und therapeutisch von neun Mitarbeiterinnen gefördert werden.

Darunter finden sich Heilpädagoginnen und Therapeutinnen. Leiterin ist seit den Anfangstagen Mipsi Kullack, die das Kinderhaus mit Engagement und Herzblut auf der Grundlage der Pädagogik nach Maria Montessori führt. Dessen Herzstück Vielfalt und Inklusion sind. Sie bildet somit die ideale Grundlage um den sehr unterschiedlichen Bedürfnissen der einzelnen Kinder – wie man sie im Kinderhaus antrifft, durch die Bereitstellung einer vorbereiteten Lernumgebung, gerecht zu werden. 

Das Montessori-Kinderhaus ist eine Einrichtung die das gemeinsame Aufwachsen aller Kinder ermöglicht. Sie vereint Kinder, die noch so unterschiedlich sein mögen und sich aufgrund ihrer Herkunft, ihrer körperlichen, kognitiven, sprachlichen, kulturellen und sozialen Voraussetzungen voneinander unterscheiden. Trotz dieser großen Vielfalt findet im Kinderhaus jedes Kind die Mittel, die ihm ein Optimum an individueller Entwicklung ermöglichen, in Übereinstimmung mit seinen individuellen Bedürfnissen. Das trifft für Kinder im Allgemeinen zu, gilt aber auch für hochbegabte Kinder und für Kinder mit Behinderung.

 Inklusion wie sie im Kinderhaus gelebt wird, steht für das Recht aller Kinder zusammen und voneinander zu lernen, unabhängig von ihrer ethnischen, kulturellen oder sozialen Herkunft, gleichgültig mit welchen Problemen oder Besonderheiten sie in dieser Welt leben. Das heißt aber nicht, das im Kinderhaus alle Kinder gleich sind, sie sind sogar sehr verschieden - aber sie haben alle die gleichen Rechte. Auf individuelle Förderung, auf Teilhabe, auf Selbstbestimmung. Und sie können sich darauf verlassen, dass sie mit ihren Bedürfnissen und Wünschen wahrgenommen werden. In 25 Jahren hat sich vieles geändert, sowohl personell als auch politisch-strukturell bedingt, doch eines ist gleich geblieben und wird sich auch in Zukunft nicht ändern: Im Montessori-Kinderhaus Oberpleis ist JEDES Kind willkommen.

Quelle
Montessori-Kinderhaus Oberpleis
Zur Verfügung gestellt von
Janine Birkel-Barmsen Montessori-Kinderhaus Oberpleis
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Kindergärten
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