„Regenbogen-Kinder" vorläufig im Oberpleiser Rathaus

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Aufnahme: 1998

„Regenbogen-Kinder" vorläufig im Oberpleiser Rathaus

Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:

st. Erneut ist am 1. April junges Leben in das Oberpleiser Rathaus eingezogen. Nachdem bereits von Oktober 1996 bis Januar 1997 eine Kindergartengruppe der Einrichtung „Pusteblume" im Mehrzweckraum des Rathauses Quartier bezogen hatte, um die Zeit bis zur Fertigstellung des Kindergartenneubaues an der Theodor-Storm-Straße zu überbrücken, stellte jetzt die Stadt dem Kinderhort „Regenbogen" aus Eudenbach und Quirrenbach den Raum aus denselben Gründen zur Verfügung.

Am 13. Februar 1997 gründete sich in Eudenbach die „Elterninitiative Regenbogen e.V. Quirrenbach". 20 Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren werden nun seit Monatsbeginn im Rathaus von zwei Erzieherinnen betreut. Die Kinder können auch über Mittag bleiben und im Hort essen. Das Essen wird in der Küche des Rathauses zubereitet. Vorsitzende der Elterninitiative ist Marina Pinnen.

Erzieherinnen sind Petra Opschondek und Sabine Scheffen. Eine Ergänzungskraft kommt noch hinzu. Die Initiative wird eine Wohnung im Haus von Heinz Pinnen in Quirrenbach anmieten und diese kindgerecht um- und ausbauen. Die Baukosten für die 150 qm große Einrichtung liegen bei schätzungsweise 100000 DM. Dazu kommen Einrichtungskosten in Höhe von ca. 9100 DM. Die Umbauzeit beträgt sechs Wochen. Die Elterninitiative hofft, schon Mitte Juni dort einziehen zu können.

Stadtdirektor Heinz-Martin Bernert und sein Stellvertreter Herbert Losem besuchten kurz vor den Ostertagen die Kinder im Rathaus und beglückten sie mit Überraschungseiern. Bernert dankte den Eltern für ihr Engagement und bat die Kinder, auch einmal durch das ganze Rathaus zu ziehen, damit die Beamten wach werden. Aber auch die Kinder überraschten die Gäste. Sie überreichten Bernert und Losem je ein Osterei und luden sie zu einem kleinen Imbiss ein.

Die Kosten für die neue Einrichtung in Quirrenbach von zusammen 191000 DM übernehmen das Land und der Kreis. Die fünf Prozent, die die Eltern tragen müssten, werden von der Stadt übernommen. Für die Eltern aus Quirrenbach und Umgebung bedeutet der neue Kindergarten auch eine Erleichterung in Bezug auf die Nachschulbetreuung. Der Hort ist bis 16 Uhr geöffnet. In dieser Zeit werden die Kinder versorgt und pädagogisch betreut, auch während der Schulferien. Die Hausaufgabenbetreuung wird mit übernommen. Der Elternbeitrag beträgt monatlich 50 DM, dazu kommen für das Mittagessen drei Mark pro Tag. In diesem Betrag sind Zwischenmahlzeiten und Getränke eingeschlossen.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 16 vom 16.04.1998
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
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Kindergärten Presseberichte Presseberichte 2 (ab 1990 bis 2000)
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