Franz-Josef residiert im „Kaiserreich“

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1986

Franz-Josef residiert im „Kaiserreich“

gst. „Ob Krämer, Losem oder Hank, einer wird kommen, Gott sei Dank". So Präsident Rudi Schäfer bei der Jubiläumssitzung der Bockerother Karnevalsgesellschaft „Mir komme met" in der Gaststätte Lehmacher. Vor 33 Jahren wurde die Gesellschaft ins Leben gerufen. Rudi Schäfer hatte dann auch die ehrenwerte Aufgabe, das Jubiläumsprinzenpaar zu inthronisieren. Franz-Josef I. und Christel II. aus dem Geblüt der Clemens übernehmen die närrische Regentschaft über Bockeroth, Düferoth und den Düwelsarsch. Auf seinen Vornamen anspielend gab Prinz Franz-Josef das Motto heraus „Im Kaiserreich sind alle gleich". Stellvertretender Bürgermeister Herbert Krämer überbrachte die Glückwünsche der Stadt, überreichte einen Blumenstrauß und dem Präsidenten für die Gesellschaft einen Scheck. „Der Prinz ist schöner als unser Stadtdirektor. Da der neue Prinz bei der Stadt beschäftigt ist, können wir ihn doch zum Stadtdirektor befördern", meinte Krämer in seiner launigen Rede.

In seiner närrischen Regierungserklärung hegte der Prinz die Hoffnung, daß bald in Bockeroth die Bautätigkeit eingestellt wird, daß alle verfügbaren Geldmittel für den Rosenmontagszug verwendet werden und daß der Handballsportverein (HSV) als Olympisches Komitee anerkannt wird. Zum Beginn der Sitzung am Hofe von Franz-Josef und Christel erschien Hans Remig als Möbeltransporteur. Und dann ging es Schlag auf Schlag weiter mit insgesamt 21 Darbietungen, so unter anderem Beifall und donnernde Raketen für die „Schinghillige", für die Prinzengarde mit zwei Tänzen, Hermann Sack als „Bockerother Männchen", der auch keinen Bockerother Bürger ungeschoren ließ, die Bockerother Hofsänger mit lustigen Begebenheiten aus dem Ort, und die Sternschnuppen legten einen zünftigen Tanz aufs Bockerother Karnevalsparkett, R. Jansen als „Junggeselle", „Die Köbesse" mit lustigen Gesängen, Walter Jonas als „Antönche", Reiner Henseler und K. H. Wicharz in einem Zwiegespräch, Monika Bonerath als „Trina", einem Urlaub auf dem Bauernhof und zum Finale mit einen Mariechentanz.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 3 vom 16.01.1986; Foto und Bericht: Günher Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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