Aufnahme: 1991

Die „Mäuschen" begeisterten beim Musikschultag


Musik, Gesang und Tanz.

"st. Mit dem „Chor der Mohren" aus der Oper „Die Zauberflöte", einer Komposition von Mozart, wurde das zweistündige Programm des Musikschultages der Musikschule der Stadt Königswinter eröffnet. Aufgeführt wurde das Werk von der Blockflötenklasse. Begrüßungsworte sprach dann der Leiter der Musikschule, Walter Burger. Sein Gruß galt vor allen Dingen den „musikalischen Kindern", dann aber auch den Eltern und den Musikfreunden, an der Spitze Bürgermeister Herbert Krämer und der frühere Leiter der Musikschule, Kurt-Bruno Wirtz. Burger betonte, dass es die Aufgabe der Musikschule sei, die musikalischen und gesanglichen Anlagen der Kinder zu wecken und zu fördern.

Der Tag wurde von etwa 100 Kindern gestaltet, die teils zum ersten Male auf der Bühne standen. Es galt ein doppeltes Jubiläum zu feiern. Bei diesem Musikschultag, an dem auch die Ballettschule Michael Kares mitwirkte, handelte es sich um die 25. Aufführung in diesem Jahr, und zugleich besteht die Musikschule seit 20 Jahren. Bürgermeister Herbert Krämer würdigte die Arbeit der Musikschule, ihres Leiters, der Dozenten und lobte die Begabtenförderung an dieser Schule, die zwei Jahre nach der Stadtwerdung Königswinter von der Stadt ins Leben gerufen wurde. Krämer verschwieg nicht, dass die Stadt jährlich der Musikschule einen Zuschuss von 180000 Mark gewährt. Er dankte auch den Eltern, die ihre Kinder zur Musikschule schicken. Dort werden zur Zeit 400 Jungen und Mädchen von 37 Dozenten unterrichtet.

Mit viel Beifall bedacht wurden die Darbietungen der Kleinsten, die Kinder der musikalischen Früherziehung und der musikalischen Grundausbildung. Sie führten ein "nächtliches Vergnügen" auf, stellten sich als "Ta-mu-Kinder" vor und begeisterten als "Tripp-Trapp-Mäuse" mit dem Eichhörnchentanz, der Darstellung einer Tulpe und produzierten sich als Vogelfänger. Im weiteren musikalischen Programm führten die Schülerinnen und Schüler vor allen Dingen im Mozartjahr Werke dieses Komponisten auf. Die vielen Besucher sparten nicht mit Applaus auch bei den Werken von Johann Sebastian Bach, Kabalewski, Michael Praetorius, Bonsor, Dvorak, Verdi, Beethoven, Holzschuh, Griesinger, Pütz, Lennon, Mancini, McCartney, Joplin, Heger und Frackenpohl. Zwischen den musikalischen Aufführungen gab es auch reichlich Beifall für die Tänzer und Tänzerinnen der Ballettschule Kares. Sie bereicherten den Nachmittag mit dem Feentanz und dem Flötentanz aus dem Nussknacker-Ballett."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 28 vom 11. 07.1991
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
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