Abgebildete Personen
Aufnahme: 1999
Zehn Jahre Städtepartnerschaft mit Cognac – Jubiläumsfeierlichkeiten in der Stadt an der Charente
st. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten anläßlich des zehnjährigen Bestehens der Partnerschaft mit der französischen Stadt Cognac stand die Benennung einer Straße nach Königswinter. Die „rue de Königswinter", die am Pfingstsonntag offiziell vorgestellt wurde, ist ein Symbol für die Städtepartnerschaft zwischen beiden Städten. Mehr als 150 Bürgerinnen und Bürger aus Königswinter waren über Pfingsten vom Rhein an die Charente gereist, um an den Jubiläumsfeierlichkeiten teilzunehmen. Doch die Busfahrt nach Frankreich war eine Strapaze . Wegen einer Panne am Bus fuhr man erst mit mehr stündiger Verspätung in Königswinter los. Über 25 Stunden verbrachte man allein im Bus, bei der Hin- und Rückfahrt.
In Cognac wurden neue Freundschaften geschlossen und von der Gastfreundschaft war man begeistert. Schüler der Königswinterer Christopherusschule trugen zum Jubiläumsprogramm bei. Sie boten Tanz und Musik des Mittelalters auf den Straßen Cognacs. Als Gaukler, Jongleure und Musiker mit Trommeln, Blockflöten und Geigen in bunten Kostümen ließen sie die Renaissance aufleben. Der Leiter der Gruppe, Edwin Barteis, hatte das Programm auf die Geschichte Cognacs abgestimmt. Über die Historie der Partnerschaft informierten sich die Königswinterer bei einem Rundgang durch die City. Gisela Gärtner übersetzte die Ausführungen der Gastgeber. Gemeinsam gefeiert wurde am Abend des Pfingstsonntages. Tänzerinnen des „L'orchester Francis Guillon" boten einen französischen Can-Can. Und bei „Je ne regrette rien " zollte man der Melancholie Tribut.
Sowohl die deutsche als auch die französische Seite betonten bei der Eröffnungsveranstaltung dieser Begegnung, daß die Partnerschaft zur Aussöhnung, Völkerverständigung und dem dauerhaften Frieden beitrage. „Königswinter, du hast die richtige Wahl getroffen", sagte der Vorsitzende des französischen Partnerschaftsvereins, Clairette Bord. Zum Jubiläum überreichten Bürgermeister Herbert Krämer und Stadtdirektor Heinz-Martin Bernert für die Stadt Königswinter eine überdimensionale Traube aus Keramik, hergestellt von Töpfer Heinz Dietz aus der Altstadt. Die Stadtspitze Cognacs dankte mit einem Modellschiff. Es folgte der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt. Umrahmt von Gesangseinlagen der CJD-Schüler sowie Jugendlichen des Gymnasiums der Stadt Cognac wurde ein festliches Essen für die offizielle Delegation gegeben. Die Begründer der „Ehe" zwischen Drachen und Salamander, den Wappentieren der beiden Städte, der ehemalige Bürgermeister Günter Hank und der damalige Stadtdirektor Franz-Josef Schmitz, hegten die Gewißheit, daß sich die Partnerschaft auch in den kommenden Generationen fortsetzt. Das sei besonders wichtig, erklärte auch der französische Bürgermeister, Francis Hardy.
Für den Schüleraustausch hatten sich in der Vergangenheit besonders die Lehrerinnen Francoi Izambart und Irmgard Weufen-Püschel eingesetzt. Angetan waren die Gastgeber nicht nur von der künstlerischen Traube. Bürgermeister Herbert Krämer übergab auch junge Reben mit samt Königswinterer Erde. Insgesamt 30 Stöcke blühen künftig in Cognac. Der Pfingstsonntag begann mit einem Gottesdienst in der Kirche St. Leger. Der Ittenbacher Kirchenchor unter der Leitung von Peter Höller hatte französische Lieder eingeübt, die zusammen mit dem Chor der Cognacer Kirche gesungen wurden. Am Gottesdienst beteiligt war auch der Ittenbacher Pfarrer Udo-Maria Schiffers. Bei der Einweihung der „rue de Königswinter" betonte Bürgermeister Francis Hardy, daß die Wahl mitten in der Altstadt die Bedeutung der Partnerschaft verdeutliche. Ein weiterer symbolischer Akt der Partnerschaft: Eine Erle pflanzten die Vertreter der beiden Städte und der Partnerschaftskomitees im Freizeitpark „A Base Plein Air". Dort blühte auch der Partnerschaftsbaum, der vor zehn Jahren gepflanzt wurde.
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