Abgebildete Personen
Aufnahme: 1990
Französische Schülerinnen und Schüler in Oberpleis
Französische und deutsche Gymnasiasten mit Dr. Renate Heck.
st. 16 Schüler im Alter von 14 und 15 Jahren aus dem College Rochefort an der französischen Atlantikküste weilten 14 Tage zu einem ersten Besuch bei ihren deutschen Freunden im Siebengebirge. Sie waren eingeladen worden von Schülerinnen - und Schülern des Oberpleiser Gymnasiums. Seit sechs Jahren besteht eine Partnerschaft zwischen den beiden Schulen. Der erste Tag des Aufenthaltes am Rhein gehörte den Familien. An den übrigen Tagen besuchten die jungen Franzosen die deutsche Schule, um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Offiziell wurden die Freunde von der Schule im Kunstraum des Gymnasiums begrüßt. Bonn war ein ganztägiger Besuch gewidmet. Besichtigt wurden das Museum König, die Universität, das Rathaus und das Beethovenhaus. Ein einmaliges Erlebnis für die jungen Menschen war auch eine Ersteigung des Drachenfelses mit Besuch der Nibelungenhalle und des Reptilienzoos sowie eine Schifffahrt nach Linz. Die Stadt gab im Sitzungssaal des Rathauses für die französischen Freunde und ihre deutschen Gastgeber einen Empfang. Bei Kaffeeteilchen und Limonade sagte Dr. Renate Heck als stellvertende Bürgermeisterin, es sei besonders wichtig, das Leben in und mit der Gastfamilie zu erleben.
Dieser unmittelbare Kontakt helfe, Vorurteile abzubauen. „Wir können stolz darauf sein, daß die Schulen zusätzlich zu den offiziellen Partnerschaften Königswinters mit Cleethorpes und Cognac untereinander Kontakte pflegen", so Dr. Heck. Danach mußte sie viele Fragen der Freunde aus Frankreich beantworten. So wollte man wissen, wie viele Einwohner die Stadt Königswinter hat, wann sie gegründet wurde und wie viel Fußballmannschaften in Königswinter zuhause sind. Zudem wollte man die Postleitzahl von Königswinter wissen und was das Autokennzeichen SU zu bedeuten habe. Zu welchem Land Königswinter gehört, wie die Landeshauptstadt heißt und was „Fußgängerzone" bedeutet. Alle Fragen konnte Dr. Renate Heck mit Bravour beantworten, nur einmal mußte sie passen und Hilfe von ihren deutschen Nachbarn erbitten. Sie wußte nicht, wie viel Fußballteams es in der Drachenfelsstadt gibt. Dr. Renate Heck brachte Bildbände und Wimpel als Erinnerungsgeschenke der Stadt mit. Die letzten beiden Tage galten einem Besuch der Domstadt mit Besuchen des Domes, des Römisch-Germanischen Museums und des Ludwig-Richartz-Museums sowie der Oberpleiser Disco „Sunset". Im April 1991 wollen die Oberpleiser Gymnasiasten zu einem Gegenbesuch starten.
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