Personelle Verstärkung für Polizeiwache Oberpleis

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Aufnahme: 1989

Personelle Verstärkung für Polizeiwache Oberpleis

Beueler Schutzbereichsleiter unterrichtete den Hauptausschuß — Zwei zusätzliche Planstellen.

Oberpleis. (ff) Demnächst sollen auf der Polizeiwache Oberpleis zwei zusätzliche Beamte ihren Dienst aufnehmen. „Wir erwarten täglich die Stellenplan-Erhöhung", berichtete der Beueler Schutzbereichsleiter Hans-Georg Polenz dem Königswinterer Hauptausschuß. Erfolgt die personelle Verstärkung wie von Polenz vorausgesagt, würde sich die Zahl der Mitarbeiter auf der Oberpleiser Wache von bisher vier auf sechs erhöhen. „Bisher wurden wir immer nur hingehalten. Wenn es nun aber so kommt, fühlen wir uns in Oberpleis sehr gut behandelt", kommentierte im Ausschuß Peter Räcker (CDU), von dem im Mai eine erste Anfrage bezüglich der knappen Besetzung der Oberpleiser Polizeiwache ausgegangen war.

Räcker war alarmiert worden durch einen Verkehrsunfall, der sich am 26. April nachmittags in Oberpleis ereignet hatte. Damals waren in Oberpleis keine Polizeibeamten verfügbar gewesen, worauf ein Polizeiposten von der Hauptwache in Beuel angefordert werden mußte. Außerhalb der regulären Besetzungsstunden der Polizeiwache Oberpleis stünde für das gesamte Stadtgebiet nur ein einziger Streifenwagen in Königswinter zur Verfügung, brachte Räcker damals in Erfahrung. Und diese Tatsache hielten sowohl Räcker, als auch CDU-Fraktionsvorsitzender Franz Riscop, der daraufhin in seiner Eigenschaft als Landtagsabgeordneter an den Bonner Polizeipräsidenten Kniesel schrieb, „für die Größe unserer Stadt nicht für angemessen".

Kniesel signalisierte damals, das Problem der „zu schwachen Besetzung des Posten- und Streifendienstes in Oberpleis bereits seit längerem erkannt zu haben. Er beabsichtige, sobald die stellenplanmäßigen und personellen Voraussetzungen dies ermöglichten, eine entsprechende Verstärkung vorzunehmen. Hans-Georg Polenz, der nun gemeinsam mit Hauptkommissar Horst Osthoff als Vertreter des Polizeipräsidenten von der Stadtverwaltung eingeladen worden war, zu dem Problem Stellung zu nehmen, räumte ein, daß gegenwärtig „bei Fehlzeiten-Berücksichtigung" der jeweilige Früh- oder Spätdienst erschwert werde beziehungsweise gar nicht erfüllt werden könne, wenn nämlich Mitarbeiter krank oder in Urlaub seien.

Zwei weitere Planstellen seien auch „noch nicht der Endstand des personellen Ausbaus", machte Polenz den Ausschußmitgliedern Hoffnung auf noch weitere Aufstockung des Personals auf der Oberpleiser Wache. Geschwindigkeits- und Verkehrskontrollen seien aber trotz der derzeit noch schmalen Besetzung „nicht so schlecht, wie man meinen könnte". Räcker hatte befürchtet, daß wegen der Unterbesetzung die Kontrollen nur auf Unfallschwerpunkte beschränkt werden müßten.

Quelle
General-Anzeiger vom 30.08.1989; Fotograf unbekannt; Bericht: (ff)
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