Aufnahme: 1986
Jugendlichen die Berufswahl erleichtern
gst. An die 400 junge Menschen mit ihren Erziehungsberechtigten besuchten am Samstag in der Aula des Schulzentrums Oberpleis die Berufsschau. Veranstaltet wurde sie gemeinsam von der CDU und der Jungen Union, obwohl bei der eigentlichen Schau, bewußt, nichts von einer parteilichen Veranstaltung zu merken war. Initiator dieser Schau, bei der 30 Berufe vorgestellt wurden, war Günther Herr aus Pleiserhohn. Mit Informationsständen und aufgebauten Werkstätten demonstrierten ihr Berufsbild die KFZ-Mechaniker, die Kommunalbeamten, die Friseure mit Kosmetik, Maschinenbauer, Dekorateure, Polizei, Maurer, Glaser, Datenverarbeiter, Sanitätsfirmen, Optiker, Heizungsinstallateure, Apotheker, Baumschulisten, Elektrotechniker, Juristen, Metzger, Bäcker, Krankenschwester, Altenpfleger, Erzieherinnen, Elektriker, Floristinnen, Landwirte, Maler, Banken und schließlich die Bundeswehr.
Besonders starker Andrang herrschte bei der Friseurschau mit Kosmetikbedienung, bei der Polizei und bei den Elektrikern. Für den Beruf bei der Polizei interessierten sich auch erstaunlich viele Mädchen. Kaum Interesse dagegen für den Dekorateurberuf, für das Heizungs- und Sanitärgewerbe sowie das Bauhandwerk. Zukünftig können sich Kranke wieder freuen, denn viele Mädchen wollen wohl Krankenschwester werden. Dieser Stand war ständig umlagert. Filme wurden von der Bundeswehr und von einer Datenfirma vorgeführt. Selbst ein Miniaturflugzeug der Bundeswehr wurde hauptsächlich von den Jungens bewundert. Schöne Blumengestecke entstanden am Stand der Floristinnen. Eine Bäkkerei hatte bereits frühmorgens Teig in der eigenen Backstube hergerichtet und zeigte nunmehr wie Brote und Kuchen entstehen.
Gleichzeitig wurden in einer Ausstellung die verschiedensten Brotsorten vorgestellt und erklärt. Eine Baufirma demonstrierte, wie ein Haus gebaut wird. Für die Berufssuchenden waren auch die Erklärungen beim Schreiner, beim Dekorateur und beim Elektriker besonders lehrreich. Alle Firmen erklärten sich bereit, falls Interesse bestehen sollte, Auszubildende einzustellen. Die Veranstaltung hatte, wie uns Günther Herr und Waltraud Dahs-Goldschmidt versicherten, nicht den Sinn Stellen zu vermitteln, sondern lediglich den Jugendlichen und den Eltern die Berufswahl für ihre Kinder zu erleichtern. „Und das ist vollkommen gelungen", meinten sie abschließend.
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