600 Gratulanten zum 50. Geburtstag von Bürgermeister Günter Hank

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1980

600 Gratulanten zum 50. Geburtstag von Bürgermeister Günter Hank

Bürgermeister Günter Hank und seine Gattin Hildegard stand vor dem Eingang zur Walhalla in Schloß Drachenburg und nahmen über eine Stunde lang die Glückwünsche der vielen Gratulanten zum 50. Geburtstag des Bürgermeisters der Stadt Königswinter entgegen. Über 600 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur waren zur Gratulationscour  erschien. Fünf Stunden dauerte der festliche Empfang, in dessen Mittelpunkt die Überreichung des  Ehrenringes der Stadt Königswinter an das Stadtoberhaupt  stand. Einstimmig  hatten alle Ratsmitglieder drei Tage vorher diesen Beschluß gefaßt. Namens des Rates der Stadt Königswinter nahm Vizebürgermeister Herbert Krämer die Überreichung des Ehrenringes vor und hielt eine Laudatio auf das Wirken Günter Hanks zum Wohle der Stadt Königswinter. Günter Hank war vor der kommunalen Neuordnung, so führte Krämer aus, von 1964 bis 1969 ein sehr aktives Ratsmitglied der Altstadt. Die Wahl zum Bürgermeister fiel also nicht auf jemanden, der ganz „unbescholten" in der Politik war. Seit nunmehr 29 Jahren ist Günter Hank Mitglied der CDU. Seine politische Laufbahn begann das Geburtstagskind jedoch zuvor in der Jungen Union.

Gegen die kommunale Neuordnung hat sich Hank ebenso gewehrt, „wie die anderen früheren Gemeinderatsmitglieder in den einzelnen Stadtteilen. Dann  jedoch, als die Entscheidung  gesetzlich  gefallen war, erlebte man ei­nen neuen Günter Hank. Mit allen nur denkbaren Möglichkeiten setzte er sich - auch als Parteivorsitzender des CDU-Stadtverbandes - für die neue Stadt ein. Sein erstes und wichtigstes Anliegen war es, allen Bürgern der Stadt bewußt zu machen, daß es nun „ihre" Stadt Königswinter sei, an der mitgearbeitet werden müsse, die verbessert, ausgebaut und mit Leben erfüllt Verden müsse. "Und das ist Ihnen voll gelungen", meinte Krämer in seiner Würdigung. Herbert Krämer ging vor allem auf den Einsatz von Bürgermeister Hank bei der Gründung der Künstlerverei­nigung der Stadt ein. Bürgermeister Hank habe sich mit Unterstützung des gesamten  Rates auch für Einrichtungen des „quirligen" Lebens in der Stadt eingesetzt: Kindergärten, Schulen, Aulen und Sport­anlagen. In Königswinter gibt es kein ausge­sprochenes Hochhaus, keine Zusammenballung von tausenden von Mitbürgern. Es gibt auch noch kein „Denkmal der Politiker". Dagegen erhielten die besondere Unterstützung der Fassadenwettbewerb und die Erhaltung alter Fachwerkhäuser, beides Ausdruck des Lebens in den früheren Jahren der Stadt. In dem Bemühen, die Stadt mit Leben zu erfüllen, sah Hank auch die Partnerschaft mit Cleethorpes. Die gegenseitigen Besuche seien eine besondere Bereicherung des gesellschaftlichen  Lebens in Cleethorpes und in Königswinter.

Krämer  würdigte auch die bewundernswerte Gabe zum Ausgleich von Hank bei den Beratungen im Rat. Sie führte immer wieder zur Überwindung von Gegensätzen und zur Bewahrung der notwendigen Gemein­samkeiten unter den Demokraten. Das brachte Ihnen Freunde in allen Fraktionen. Mancher Hitzkopf wurde durch Ihre ruhige, gelassene, meist humorvolle Art wieder zur Ruhe gebracht. Krämer ließ nicht unerwähnt, daß  Hank bei Veranstaltungen seine Rede immer mit Anekdoten von teilnehmenden Bürgern würzt, und schloß seine Ausführungen so: Wir sind dank Günter Hank  eine Stadt Königswinter und viele andere Städte und Gemeinden beneiden uns um Günter Hank." Nach der Überreichung des Ehrenringes ergriff Stadtdirektor Schmilz das Wort, der direkt zum vertrauten Du überleitete. Er überbrachte die Glückwünsche aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Stadtdirektor Schmitz blendete 50 Jahre zurück, als Günter Hank geboren und im katholischen Geiste erzogen wurde. Sein  Vater erblickte in Freiburg das Licht der Welt, seine Mutter in Viersen. Du selbst bist  ein geborener,  ein echter Königswinterer und Schmitz ließ aber in der Rückblende auch nicht die Mutter und die Großmutter von Günter Hank unerwähnt. So nannte er besonders die Oma Linxweiler, im Königswinterer Volksmund als "Et Lappe Bärb" bekannt, die wesentlich dazu beigetragen habe, daß Günter Hank seine Kindheit in guter Erinnerung behalte. Von ihr habe er nämlich seine Fröhlichkeit und Unbeschwertheit.

Der Stadtdirektor blickte dann zurück auf die Schul- und Studentenzeit in Königswinter, Oberkassel und Bonn. Die Studentenjahre waren nicht von unbeschwerter Freude. Denn  schon früh starb sein Vater und Günter Hank mußte Verantwortung für die Familie übernehmen. 1959 eröffnete er seine  Anwaltspraxis. Dann ergriff das Geburtstagskind das Wort zum Danksagen. Sein erster Dank galt der Familie, die das größte Opfer gebracht habe. Er dankte dem Rat  und der Verwaltung. Dank aber auch Hans Zankl, der vor 30 Jahren Günter Hank in die CDU   aufnahm, aber auch seinem  alten Kumpel Willi Hack und dem Fraktionsvorsitzenden der  CDU  Franz  Riscop sowie allen Parteien. Auf den Ehrenring eingehend meinte Hank humorvoll: „Darüber freue ich mich sehr, obwohl ich Satzungsgemäß noch nicht dran wäre, noch mehr freue ich mich darüber, daß Sie sich auch freuen.

Landrat Dr. Franz  Möller  und Oberkreisdirektor Paul Kieras überreichten Hank das Wappen des  Rhein-Sieg-Kreises, 4O x 50 Zentimeter groß in Blei gegossen. Die Bläserfreunde aus Niederdollendorf spielten wahrend des Empfanges auf und Intonierten bei der Übergabe des Ehrenringes die deutsche Nationalhymne. Zur Überraschung des Geburtstagsendes erschienen   dann  die Bläser eines Fanfarenkorps der Altstadt und gratulierten im Treppenhaus der   Drachenburg mit einem Ständchen. Bei hereinbrechender Dunkelbeil kam dann die gesamte Wehr der Stadt. Die Tambourkorps der Feuerwehr erfreuten auf der Treppe zum Schloß mit musikalischen Geburtstagsgrüßen, wahrend etwa 50 Wehrleute die Szenerie mit Pechfackeln erleuchteten. Erste Gratulanten waren am Morgen die  Sängerinnen und Sänger  der Sängerjugend Siebengebirge unter Leitung von Ingrid Goethe, die vor ihrer Abfahrt nach  Cleethorpes mit gesanglichem Beitrag den Festtag eröffneten. gst

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 26, vom 27.06.1980; Foto und Bericht: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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