Aufnahme: 1977
Erdgasversorgung für den Oberpleiser Raum
"Neue Station kann stündlich 20 000 Kubikmeter Gas abgeben
Nun hat auch Oberpleis Erdgas. Am vergangenen Freitagvormittag drehte Bürgermeister Hank auf einem Grundstück 'Am Herzeleid' den Gasschieber auf. Dann wurde die Flamme entzündet. Wie Direktor Werner Bauer von der Siegburger Rhenag zuvor vor den Vertretern der Stadt mitteilte, sind bisher 100 Gaszuleitungen gelegt worden. In den nächsten Jahren sollen es ständig mehr werden. Erdgas sei die umweltfreundlichste Energiequelle, erklärte Direktor Bauer. Immerhin würden 45 Prozent der Erdgas-Erzeugung in der Bundesrepublik gewonnen, der Rest wird aus Holland und der Nordsee sowie neuerdings aus nordafrikanischen Staaten importiert. Bürgermeister Hank zeigte sich erfreut, dass nun auch der Bergbereich der Stadt mit Erdgas versorgt werden könne. Besonders erfreut war Hank, dass die Bauzeit nur wenige Monate betrug.
Im April war mit der Verlegung der Leitung begonnen worden. An die Rhenag richtete der Bürgermeister die Bitte, doch späterhin auch Thomasberg, Berghausen und Birlinghoven mit Erdgas zu versorgen. Humorvoll sagte Hank, dass es in der Altstadt schon früher Gas gegeben hat. In einer Apotheke war es zu bekommen. Erfreulich sei bei der jetzigen Erdgasversorgung, dass die Transporte mit schweren Lkw's für Heizöl entfallen. Die Station am Herzeleid ist mit einem Vordruck von 50 Atü ausgerüstet. Stündlich können 20 000 Kubikmeter Erdgas abgegeben werden. Diese Menge reiche aus, das gesamte Siebengebirge bis nach Uckerath und Siegburg hinaus zu versorgen. Zudem kann die Station demnächst vergrößert werden. Hank und Dr. Bauer: 'Nun ist Königswinter nicht mehr dem Druck der Olscheichs ausgesetzt.'"
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