Aufnahme: 1972

Im Bergbereich wird viel gebaut - Realschule im Bau - Schulzentrum Oberpleis

"Die Stadtverwaltung, aber auch die Stadtvertretung bemühen sich immer wieder darum, dass die neue Stadt Königswinter langsam aber systematisch zu einer kommunalen Einheit geformt wird. Davon konnte sich die Presse bei einer Fahrt durch die weiträumige Stadt überzeugen. Überzeugen konnte sie sich aber auch davon, dass die Stadt gerade in den östlichen Gebieten große Anstrengungen unternimmt, um den Nachholbedarf zu tätigen, aber auch Neues zu schaffen. Die Bevölkerung, die in Bürgerversammlungen immer nur fordert und meint, die Stadt würde noch nicht genug tun und das Rheingebiet bevorzugen, wird jedoch um Verständnis dafür gebeten, dass die Stadt Bauobjekte nur nach Lage der finanziellen Möglichkeiten durchführen kann. Wie sich die Pressevertreter überzeugen konnten, sind Oberpleis und seine zahlreichen kleineren Orte ringsum nicht schlecht davongekommen. So entsteht jetzt in Oberpleis ein großes Schulzentrum mit Gymnasium, Realschule, Haupt- und Grundschule, Turnhallen und Lehrschwimmbecken. Der Grunderwerb ist abgeschlossen. Mit den Bauarbeiten wurde inzwischen auch begonnen, wie unser Bild zeigt.

Die Realschule ist im Bau, in der derzeitigen Realschule wird nach Fertigstellung des neuen Schulgebäudes die fünfzügige Hauptschule mit 25 Klassenzimmern untergebracht. Ein Verwaltungstrakt soll an Realschule und Gymnasium angeschlossen werden. Dieses Bauvorhaben kostet die Stadt zwei Millionen DM. Inzwischen wurden auch zahlreiche Straßen endgültig ausgebaut oder erhielten einen vorläufigen Ausbau. Weitere Straßen sind im Wegebauprogramm für die nächsten Jahre zu finden. Mit Kanalisation wurde die Rosenaustraße in Oberpleis endgültig ausgebaut. Die Straße erhielt auch einen Bürgersteig. Die Gesamtkosten beliefen sich auf über 100 000,— DM. Auf der Landstraße zwischen Oberpleis und Herresbach wird ein einseitiger Bürgersteig gebaut. Die Stadt muss die Kosten tragen, der Landschaftsverband legt den Bürgersteig im Rahmen der Arbeiten an dieser Straße an. Auf einer Länge von etwa einem Kilometer wurde auf der Straße von Herresbach nach Berghausen der Kanal verlegt. Die Kosten beliefen sich auf DM 80 000,—. DM 33 000,— wird der Bürgersteig kosten, der in diesem Jahr gebaut werden soll.

Bereits vor längerer Zeit wurde die Straße von Berghausen nach Sandscheid entwässert. Die Kosten betrugen 180 000,—DM. Gleichzeitig wurde die Straße als Schulweg gesichert. In Eudenbach wurde seitens der Stadt sehr viel investiert, wie Stadtdirektor Schmitz und Beigeordneter Niederehe erklärten und auch der Presse zeigten. So konnte im vorigen Jahre die Leichenhalle eingeweiht werden. Zahlreiche Straßen und Wirtschaftswege wurden ausgebaut, entweder teilweise, vorläufig oder endgültig. Der frühere Feldweg, die heutige Gartenstraße, wurde auf drei Meter Breite ausgebaut, desgleichen die Behringstraße und die Kleiststraße bis zum Friedhof. Über diese Straßen kann jetzt der Leichenzug ziehen anstatt über die verkehrsreiche Hauptstraße. Der Kindergarten konnte in diesen Tagen eingeweiht werden. Die Turnhalle, auch als Mehrzweckhalle gedacht, muss ausgebaut werden. Kosten: etwa DM 150 000,—. Weitere Maßnahmen in Eudenbach: Parkplätze, Feuerwehrgerätehaus und Straßenbeleuchtung."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 26 vom 23. Juni 1972
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
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