Aufnahme: 1965
Peter-Josef Kneiseler
„Gott – Papst - Bischof“
Als Weingott Bacchus vertrat er viele Jahre das nördlichste Weinanbaugebiet Deutschlands und drückte so manchem Winzerfest seiner Heimatstadt Königswinter seinen Stempel auf. Sein Einsatz für die Belange der Schulen, seine Unterstützung der Vereine und die Förderung des kulturellen Lebens in der Stadt Königswinter brachten ihm den Beinahmen „Kulturpapst“ ein.
In vielen Jahren verwandelte er sich vom Weingott Bacchus in den Bischof St. Nikolaus und erfreute Groß und Klein in der Weihnachtszeit durch sein Erscheinen in der wunderschönen Bischofsrobe, die seine Frau Doris nach mittelalterlichem Vorbild geschneidert hatte.
Peter-Josef Kneiseler, von seinen Freunden liebevoll „Pitjupp“ genannt, setzte sich nach der kommunalen Neuordnung 1969 und der damit verbundenen Zusammenlegung von Berg- und Talgemeinden zur neuen Stadt Königswinter sofort für ein Zusammenwachsen der verschiedenen Stadtteile ein.
Er, der 1946 als Lehrling bei der Stadtverwaltung seine Ausbildung begonnen hatte, nutzte seine Stellung erst als Leiter des Schulverwaltung- und Kulturamtes und zuletzt als Leiter des Amtes für Schule , Sport und Kultur aus, um sich für die Belange dieser Bereiche zum Wohle der Gesamtstadt einzusetzen. Stets hatte er ein offenes Ohr für alle Vereine und half, wo er nur konnte. Er selbst war aber nur Mitglied in einem einzigen Verein, seinem geliebten Quartettverein, dessen Ehrenvorsitzender er auch war.
Obwohl Gott des Weines, trank er lieber ein frisch gezapftes Kölsch, und 1970 wurde ihm der „Orden wider den quälenden Durst“ verliehen.
Sein Umzug 1975 mit der Familie aus dem Tal zum Berg, zuerst nach Sand und 1980 nach Oberpleis, untermauert Peter-Josef Kneiselers Einstellung, er verstand sich als Bürger der Gesamtstadt Königswinter.
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