Aufnahme: 1916

"Vier Gräber"

"Am 5. Januar 1916 zogen wir wieder nach vorne und lösten die 5. Kompanie bei Zegelnja in Stellung ab. Vorher fand eine Besichtigung des Bataillons statt, durch den Brigadeführer von Heinexius. Im Anschlusse daran sprach der Bataillonsführer Hauptmann von der Schulenburg energische Worte an das Bataillon. Unter anderem sagte er, dass wir jedem die Kugel nachsenden sollten, der den Schritt zum Feinde lenkte, und sei es der beste Kamerad. Der Marsch in Stellung war sehr beschwerlich, es war Glatteis, und wir waren schwer bepackt. Wir erreichten Zegelnja mit Mühe und Not und kamen somit an den linken Flügel des Regiments zu liegen.

Vier Gräber liegen auf sanfter Höh,

umrauscht von dunklen Föhren,

von den Lieben beweint, nicht weitab vom Feind,

doch das kann ihren Frieden nicht stören.

 

Vier Kreuze schauen hinab ins Tal,

aus russischem Holze geschnitten,

und darunter ein Herz, ein treudeutsches Herz,

das so kühn für die Heimat gestritten.

 

Vier deutsche Helden im kühlen Grab,

umrauscht von russischen Bäumen.

Ist’s auch feindliche Erd, sie’s nimmer beschwert,

von der Heimat, der deutschen, zu träumen. "

Quelle
Peter Worringer: Kriegserlebnisse
Zur Verfügung gestellt von
Edgar Zens, aus dem Nachlass von Agnes Zens, geb. Worringer
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Kriegszeiten
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