Aufnahme: 2000

Erwin G.Twirdy öffnete seinen Skulpturengarten

Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:

st. Im Januar dieses Jahres wurde der Künstler Erwin G. Twirdy, wohnhaft in Frohnhardt, 85 Jahre alt. Noch immer voller Elan, lud er jetzt zu einem Besuch seines Skulpturengartens ein. Twirdy wurde 1915 in Ratibor in Oberschlesien geboren. Er zeichnet, malt und formt seit seiner frühesten Jugend. Gestaltung gelernt hat er bei Prof. Reimann, und A. Hoffmann unterrichtete ihn in der Kunst der Plastik in Breslau. Nach Krieg, Verwundung, Gefangenschaft und Vertreibung nahm er ein Studium an der Pädagogischen Akademie in Bonn auf, studierte an der Bonner Universität sowie an Werkschulen in Köln, nahm an Werklehrerseminaren teil und übte anschließend eine Lehrtätigkeit bei Gehörlosen als Kunsterzieher aus.

Bei dem Tag des offenen Gartens waren nicht nur die von ihm aus Kunststein geschaffenen Skulpturen zu bewundern, sondern bei einer musisch-lyrischen Rückschau auch Figuren aus Bronze, Grafiken und Gemälde aus seinem gesamten Schaffensspektrum. In seinen Werken, gleich ob Plastik oder Zeichnung, beschäftigt sich Twirdy mit dem Menschen, seiner Umwelt, seinem Verhalten und seinem Schicksal. Mal sieht der Betrachter die griechische Mythologie, mal Symbole verschiedener Religionen. Dabei bedient sich der Künstler der verschiedensten Ausdrucksformen und Techniken. Twirdy schuf auch Illustrationen und schrieb Lyrik in Büchern und Zeitschriften. Er erhielt Auszeichnungen und Preise. Studienreisen führten ihn in viele Länder Europas, Amerikas, Asiens und Afrikas. Er beteiligte sich an Gruppenausstellungen und bestritt Einzelausstellungen in Städten des In- und Auslandes.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 29 vom 20.07.2000
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
Räume & Galerien
Kulturelles Mein Steckenpferd Presseberichte Presseberichte 2 (ab 1990 bis 2000)
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