Aufnahme: 1999

Das verlorene Paradies

st. Das Oratorium „Das verlorene Paradies" von Rubinstein zeichnet die Schöpfungsgeschichte bis zum Sündenfall und der Vertreibung aus dem Paradies nach. Zwei außergewöhnliche Gelegenheiten, das höchst selten aufgeführte Oratorium zu hören, bot jetzt der Kammerchor Oberpleis. Die Aufführung fand auf dem Petersberg statt. Dirigent Pavel Brochin, der seit drei Jahren den Kammerchor dirigiert, führte dieses Werk auf. Mit den Proben wurde Anfang 1999 begonnen. Unterstützt wurden die Oberpleiser Sänger von dem Moskauer Kammerchor. Brochin dirigierte auch das Bonner Akademische Orchester.

Um das Gute und Böse in dieser Aufführung auch kleidungsmäßig darzustellen, hatte man schwarze und weiße Kleidung gewählt. Besonders die Solisten erhielten tobenden Applaus. So hatte Tobias Hieronimi als Satan eine ganz markante Schlüsselposition. Sein baritonales Timbre gab dem Bösewicht eine schillernde Seite. Die Rolle des Adam sang auch der Interpret des Satans. Doppel besetzt war auch Eugenia Grekova, deren Sopran die Engelsstimme und die der Eva trefflich charakterisierte. Die Rolle des Schöpfers sang Tenor Alexander Evanovs. Ein strahlendes Erzengeltrio steuerte der russische Chor mit Viktoriya Smirnova (Sopran), Maria Bykova (Alt) und Galina Kryssina (Alt) der Aufführung bei.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 38 vom 23.09.1999; Foto: Groote; Text: Günthrt Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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