Aufnahme: 1990
Cognacer erlebten „Rhein in Flammen"
st. Über 100 Cognacer Bürger sowie eine große Jugendgruppe aus der französischen Partnerstadt Cognac erlebten die Veranstaltung „Rhein in Flammen" am Siebengebirge mit. Zu diesem Lichterfest folgten die Franzosen mit ihrem stellvertretenden Bürgermeister Robert Billy einer Einladung der Stadt Königswinter. Am Samstagmorgen kamen sie in mehreren Bussen in Königswinter mit einer zweistündigen Verspätung an. Auf dem Berliner Platz wurden sie von Bürgermeister Günter Hank, Stadtdirektor Franz-Josef Schmitz sowie den Mitarbeitern der Verwaltung, den Mitgliedern des Partnerschaftsvereins und den gastgebenden Bürgern herzlichst empfangen.
Sehr angetan waren die Cognacer Freunde dann von dem Licherspektakel mit Feuerwerk auf dem Rhein und links und rechts auf den Höhen. Sie erlebten die Veranstaltung auf dem Schiff „Romantica " mit. Bei strahlendem Sonnenschein hatte die Stadt die Gäste und Gastgeber am Sonntagabend zu einem Grillfest in den Innenhof des Verwaltungsgebäudes in Thomasberg eingeladen. Bürgermeister Hank nahm dort die Gelegenheit noch einmal wahr, alle Partnerschaftsfreunde herzlichst zu begrüßen. Er freute sich, daß so viele Franzosen an den Rhein gekommen waren, die meisten zum ersten Male. Doch ganz besonders gab der Repräsentant der „Hauptstadt am Siebengebirge" seiner Freude darüber Ausdruck, daß die seit knapp einem Jahr bestehende Freundschaft zwischen Cognac und Königswinter schon von so vielen Jugendlichen mitgetragen wird. In humorvoller Form betonte Hank, daß das Fest „Rhein in Flammen" für die Bevölkerung am Mittelrhein genau so viel bedeutet wie für die Franzosen die jährliche Wiederkehr der Revolutionsfeierlichkeiten.
Einen besonderen Willkommensgruß richtete der Bürgermeister an den Präsidenten der Deutsch-Französischen Gesellschaft in Bonn, Prof. Dr. Bernd van Deenen und an die Thomasberger Mitbürgerin Edith Dunker. Sie war Mitarbeiterin bei der „Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl" unter der Präsidentschaft von Jean Monnet, der aus Cognac stammt. Vor und während des Grillfestes spielte die Königswinterer Band „Mama's Jazz Express" zur Unterhaltung auf. Und dann gab es eine Überraschung nach der anderen für die französischen Freunde. Bekanntlich hatte die Karnevalsgesellschaft „Fidele Freunde Postalia " und das Altstadt Prinzenpaar Wolfgang und Brigitte Heisterbach für die vergangene Session Partnerschaftsorden herstellen lassen. An 14 französische Freunde mit Robert Billy an der Spitze verteilten die Karnevalisten ihre Orden, die mit Beifall entgegengenommen wurden. Einen Hauch Karnevalsflair erlebten die Freunde aus Frankreich aber auch bei den Tanzdarbietungen des Kindertanzcorps der „Fidelen Freunde Postalia ". Dann kam der Höhepunkt des Abends. Auf den drei Rathausplätzen in der Stadt Königswinter und an allen Stadteingängen werden 20 große bunte Schilder aufgestellt, die auf die Partnerschaft mit Cognac und Cleethorpes hinweisen.
Das erste Schild wurde durch die Vizebürgermeisterin Dr. Renate Heck und die Cognacer Stadträtin Jacqueline Penicho enthüllt. Bürgermeister Hank, der alle seine Reden in französischer Sprache hielt, kommentierte diese Enthüllung. Zudem wurden Aufkleber mit der gleichen Ansicht wie das Straßenschild an diesem Abend verkauft. Diese Aufkleber wurden von Erika Els, der Vorsitzenden des Königswinterer Partnerschaftsvereins, vorgestellt. Die Aufkleber wurden vom Verein zur Förderung der Partnerschaft Königswinter-Cognac, in Absprache mit der Stadt Königswinter, entworfen. Sie sollen den Freunden und Gästen aus Cognac deutlich machen, wie sehr die 1989 begründete Partnerschaft von der Königswinterer Bevölkerung begrüßt und unterstützt wird, betonte Erika Els. Der Aufkleber kann beim Verkehrsamt der Stadt Königswinter sowie bei M. Fürstenberg, Hauptstraße 415 in Königswinter 1 oder bei Harald Schmitz, Königswinter 1, Drachenfelsstraße 16a sowie bei der Rhein Sieg-Buchhandlung Helbig, Oberpleis, Dollendorfer Straße 16, zum Preise von 2 DM erworben werden. Bevor die Gäste wieder nach Frankreich zurückfuhren, wurden sie noch im Bonner Bundestag vom Abgeordneten des Deutschen Bundestages, Dr. Franz Möller, empfangen. Über Köln, mit Einkaufen und Dombesichtigung, ging es dann wieder nach Westen zurück in die Heimat.
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