Aufnahme: 1981
Kammerchor und Kammerorchester Oberpleis auf der Burg in Budapest
Pressebericht:
Der Bischof grüßte auf Deutsch -
Chor und Orchester aus Königswinter zu Gast in Ungarn
Oberpleis. (bld) Musikdirektor Kurt B. Wirtz sah es als „musikalische Mission": Kammerchor und Kammerorchester Oberpleis weilten auf Einladung des ungarischen St. Josefs-Chores und seines Dirigenten Gabor Bankuti in Budapest.
In der dortigen Matthiaskirche auf der Burg, der Krönungskirche der ungarischen Könige, führten sie mit den Gastgebern Franz Schuberts Missa in G-Dur auf. Nur eine einzige Probe gab es in der Josephskirche der Franziskaner, wobei es dem Königswinterer Dirigenten schnell gelang, Chöre und Orchester zu voller Harmonie zusammenzuführen.
Das Königswinter/Budapester Ensemble -85 Sänger und 32 Instrumentalisten - verstärkten als Solisten Opernsängerin Eszter Pinter (Sopran), Gabor Bankuti (Tenor) und Istvan Fejes, Bassist an der Oper Zürich. Karl Bennerscheid (Königswinter) hatte als Korrepetitor an den Vorbereitungen des Chores erheblichen Anteil.
Bischof Janos Fabian zelebrierte die Festmesse und begrüßte in seiner Ansprache die Gäste aus Königswinter in deutscher Sprache. Das gotische Gotteshaus erlebte eine großartige kirchenmusikalische Darbietung. Nach dem Hochamt nahmen Dirigent Kurt B. Wirtz und die Mitwirkenden vor der Kirche Dank und Anerkennung der Teilnehmer am Gottesdienst entgegen.
Am selben Tag gestalteten das Kammerorchester und die Chöre - insgesamt 123 Mitwirkende - in der St. Margit-Kirche unter der Stabführung des Königswinterer Dirigenten das Requiem von Mozart. Zu dieser Veranstaltung hatte der Minister für Volkswohlfahrt und Präsident der Christlich-Demokratischen Partei Ungarns, Laszlo Surjan, eingeladen. Es war gleichzeitig die Gedenkfeier für die Opfer des Aufstandes von 1956, an der etwa l 200 Menschen teilnahmen, darunter Abgeordnete des ungarischen Parlaments und Mitglieder des Diplomatischen Corps.
Trotz des liturgisch gefeierten Requiems gab es langanhaltenden Applaus. Wirtz leitete den Dank weiter an Chöre und Orchester, die Konzertmeisterin Eva Helm und die ungarischen Solisten. Nach dem musikalischen Programm hatten die Besucher aus Königswinter einige Tage Zeit, die Schönheiten Budapests kennenzulernen. Mit echt ungarischer Gastfreundschaft führten die Gastgeber ihre Gäste auch in die reizvolle Donaulandschaft bei Esztergom (Gran), dem Sitz des Erzbischofs, und an den Plattensee.
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