Abgebildete Personen
Aufnahme: 1981
Konzert und Freundschaftssingen - Jeannette Zarou Stargast bei Jubiläumsveranstaltung
"Ein voller Erfolg war das Festkonzert des Gemischten Chores des MGV 1856 Oberpleis in der Aula des Schulzentrums anläßlich des 125-jährigen Bestehens. Unter der Leitung des Dirigenten Edgar Zens wurde ein Programm geboten, dessen erster Teil anspruchsvolle Werke alter Meister aus dem 15. und 16. Jahrhundert zum Inhalt hatte, und das im zweiten Teil Werke von Schumann, Mozart und Gershwin sowie Melodien der Beatles enthielt. Heimatliche Verbundenheit wurde mit der Aufführung von Liedern des unvergessenen, aber auch umstrittenen Musikdirektors Theodor Kurscheid demonstriert. Kurscheid hatte den Chor über 30 Jahre lang geleitet und eigene Werke komponiert. So wurden die von ihm vertonten Gedichte von Hermann Löns zu einer Laudatio für diesen Oberpleiser Dirigenten und Komponisten. Aufgelockert wurde das Chorkonzert durch Instrumentalisten des eigenen Chores, wobei Edgar Zens am Flügel für den erkrankten Rolf Förster einsprang.
Mit einer Suite für Trompete von Henry Purcell leitete Stefan Pickel die Programmfolge ein. Sehr schön auch das von Gieselind Parlow (Gitarre) und Bärbel Pickel (Flöte) dargebotene Rondo von Benjamin Carr und im weiteren Verlauf des ersten Teiles das Allegro von Kaspar Fürstenau. Der Gemischte Chor brachte den Kanon „Stimmt an" und „Musica, die ganz liebliche Kunst" zu Gehör, denen „Innsbruck, ich muß dich lassen" und das „Landsknechtsständchen" von Orlando di Lasso folgten. Einen besonderen Akzent setzte der Auftritt der Sopranistin Jeannette Zarou. Die charmante Künstlerin, die seit sieben Jahren an der Deutschen Oper in Düsseldorf gastiert, gewann sofort die Gunst des Publikums. Ein uneingeschränkter Genuß wurden die Arie „Erwach, frohlocke" aus dem „Messias" von Händel und ein „Halleluja" von Mozart. Giselind Parlow spielte auf der Gitarre Etüden und Edgar Zens Klavierstücke von Schumann und Mendelssohn-Bartholdy. Dann noch einmal viel Beifall des Publikums für Jeannette Zarou mit „Und Susanne kommt nicht" sowie „Wohin flohen der Wonne Stunden" aus „Die Hochzeit des Figaro". Einen zeitgenössischen Zuschnitt fand das Konzert schließlich mit Gershwin und Porter-Melodien, vorgetragen von Jeannette Zarou. Zum Abschluß Emil Rabes „Wenn die Nebel steigen", dargeboten vom Chor, der Sopranistin und der Rhythmusgruppe mit Manfred Bosse (Baßgitarre) und Hans-Peter Berres (Schlagzeug). Da der Beifall nicht enden wollte, wurde das Schlußlied einfach als Zugabe nochmals wiederholt. Sodann gab es Blumen über Blumen für alle Mitwirkenden.
Das Festhochamt am Sonntag in der Kirche gestaltete der Jubiläumschor mit der „Missa regina pacis" von Heinrich Lehmacher. Am Nachmittag gestalteten die Sängerjugend Siebengebirge, der Kapellenchor Uthweiler, der Quartettverein Siebengebirge, der Castell-Chor Oberkassel, der Kirchenchor Thomasberg, der Kammerchor Oberpleis sowie die Männerchöre Quirrenbach, Westerhausen, Birk, Weingartsgasse, Birlinghoven und Dambroich ein mehrstündiges Freundschaftssingen."
Foto unten: Jeannette Zarou, begleitet von Edgar Zens.
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