Zwei Künstler stellten aus
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Aufnahme: 1978

Zwei Künstler stellten aus

Wolfgang Euchler zeigte seine vielen Heimatbilder.

Die Stadt Königswinter setzte die Serie der Ausstellungsreihe fort und bot zwei in Königswinter beheimateten etwas älteren Künstlern die Möglichkeit, etwa 100 ihrer Bildwerke einem breiteren Publikum vorzustellen. Dies geschah vom 29.4 bis 7.5.1978 im Sitzungssaal des Oberpleiser Rathauses. Der Leiter des Schul- und Kulturamtes, Peter-Josef Kneiseler, stellte Wolfram Euchler und Rudolf Wendt vor. Wolfram Euchler lebt in Oberpleis und hat bereits vor einem Jahr eine Rathaus-Ausstellung unter dem Motto „Operette der Farben" durchgeführt. In seinen Bildern drückt Euchler seine starke Verbundenheit zu seiner Umgebung, zur Kreatur und zu seiner engeren Heimat aus. Seine Ölgemälde, Aquarelle und Kupferstiche zeigen unter anderem Ansichten der Alten Mühle aus Oberdollendorf, des Propsteihofes und der Kirche zu Oberpleis, die Klosterruine Heisterbach, die Rhöndorfer Kapelle und den Drachenfels.

Sehr eindrucksvoll auch die Landschafts­ und Blumenbilder. Kneiseler in seiner Eröffnungsansprache: „Wolfram Euchler malt die Dinge so, wie er sie sieht, und so, daß sie für den Betrachter verständlich sind und Künstler und Betrachter ihre Freude daran haben." Rudolf Wendt lebt noch nicht lange in Königswinter, im Stadtteil Ittenbach. Im Gegensatz zu Wolfram Euchler ist er schon lange Zeit im Kunstgeschäft tätig. Aufgrund seiner schon früh begonnenen hervorragenden Ausbildung ist er sehr vielseitig in der Ausübung seiner Kunst als Maler, Bildhauer und Illustrator. Er beteiligt sich nicht nur an vielen bedeutenden Ausstellungen, sondern er erhielt auch die Gelegenheit, seine Ideen verschiedentlich bei der künstlerischen Gestaltung von öffentlichen Gebäuden und Plätzen zu verwirklichen.

Insofern ist Rudolf Wendt sicherlich kein Unbekannter mehr, wenn auch, so Kneiseler, die Früchte seines Schaffens insbesondere in seiner früheren Heimat, im ostdeutschen Raum, zu finden sind. Kneiseler: „Nun ist er hier in unserer Stadt, und ich glaube, wir dürfen uns glücklich schätzen, ihn bei uns zu haben. Wir hatten erstmals Gelegenheit, einen kleinen Teil seiner Werke beim ersten Kunstmarkt im Dezember vergangenen Jahres in Alt-Königswinter zu sehen. Bei dieser Ausstellung hat Rudolf Wendt nunmehr die Möglichkeit, uns seine Werke im größeren Rahmen zugänglich zu machen. An seinen Werken erkennen wir, daß auch er bei der Malerei als Motiv den Menschen und die Landschaft bevorzugt." Die Ausstellung steht unter dem Gesamtthema  „Auch im Leben der heutigen Welt ist Schönheit eine Realität". Die Bilder von Wendt sind farbig und schwarz-weiß. Es handelt sich um Illustrationen, Öl- und Pastellbilder und Federzeichnungen. gst.

 Rudolf Wendt bevorzugt Blumenmotive bei seiner Arbeit.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 19 vom 12.05.1978; Fotos und Bericht: Günter Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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