Türkin stellte in Oberpleis aus - Sonderveranstaltunq des VBW Königswinter, Nebenst. Kgw.-Oberpleis

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1974

Türkin stellte in Oberpleis aus - Sonderveranstaltunq des VBW Königswinter, Nebenst. Kgw.-Oberpleis

Ulun Zaimoglu (Mitte) mit ihrem Lehrmeister, Wilhelm Koslar (rechts) und dem Leiter des VBW-Oberpleis, Fritz Karl  Birkhäuser, unter den Werken der türkischen Künstlerin.

„Kunst ist Aussage, sie  konkretisiert einen Menschen, sie sagt aus, wer er ist, sie setzt die heimlichen Bezüge, Regungen usw. wie hier ins Bild." Diese Worte sprach der Eudenbacher Künstler Wilhelm Koslar bei der Eröffnung einer Bild- und Keramikausstellung der Türkin Ulun Zaimoglu. Die ledige Türkin, eine kleine, schlanke Person, stellte 23 ihrer Werke im Rathaussaal Oberpleis aus. Ulun Zaimoglu zeigte Ölbilder, Zeichnungen und Keramiken, Werke, die sie in den letzten vier Jahren geschaffen hat. Seit einigen Jahren wohnt die Künstlerin im benachbarten Aegidienberg, seit einem Jahr ist sie Dozentin beim Volksbildungswerk der Stadt Kö­nigswinter, Nebenstelle Oberpleis. Sie lehrt dort Malerei und Kunst.

Und eben diese Kunst, darunter die Keramikherstellung, erlernte sie in Köln bei Wilhelm Koslar, der ihr zu Ehren die Eröffnungsrede hielt. Sie soll in die türkische Sprache übersetzt und in die Heimat der Künstlerin geschickt werden. Der Vater Uluns ist bei der Botschaft seines Landes in Bonn tätig. Ulun möchte gerne eine Wohnung in der Stadt Königswinter beziehen. „Dort gefällt es mir besser". Ehrengast bei der Eröffnung war auch der Botschaftssekretär der türkischen Botschaft. Die ausgestellten Keramikarbeiten sind mit dem gleichen Einsatz gemacht wie die Bilder und Zeichnungen.

Die meisten Bilder waren im Kleinformat hergestellt, eine Kunst, die Ulun Zaimoglu aus ihrer orientalischen Heimat mitgebracht hat. Zur Eröffnung der Ausstellung waren, wohl infolge des schlechten Wet­ters und der vielen anderen Veranstaltungen an diesem Wochenende, nur wenige Besucher gekommen, doch nachher füllte sich der Saal  immer mehr. Wünschen wir der Künstlerin auch für dieses Wochenende noch ei­nen regen Besuch.

Die Ausstellung ist noch geöffnet am Samstag, dem 7. Dezember, von 16 bis 19 Uhr und am Sonntag, dem 8. Dezember, von 10 bis 12 und von 15 bis 19 Uhr.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 49, vom 06.12.1974; Foto und Bericht: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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Kulturelles Presseberichte Presseberichte 1 (bis 1989)
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