Abgebildete Personen
Aufnahme: 1983
Bundesverdienstkreuz für Johann Weiler - Landrat Dr. Möller überreicht Johann Weiler das Bundesverdienstkreuz
gst. Johann Weiler, aus dem Oberpleiser Vereinsleben und aus dem Sportgeschehen der Stadt Königswinter nicht mehr wegzudenken, ist im Rhein-Sieg-Kreis nach seiner Neuordnung der erste Bundesverdienstkreuzträger, der diese Auszeichnung nur aus sportlichen Gründen erhielt. Dies betonte Hans-Peter Colombo, Vorsitzender des Fußballkreises Sieg bei der Gratulationscour nach der Verleihung im Oberpleiser Rathaussaal. Die Überreichung hatte zuvor Landrat Dr. Franz Möller vorgenommen, der ein umfassendes Bild vom sportlichen Wirken des Geehrten zeichnete.
Mit Johann Weiler, der in Oberpleis und in Sportkreisen nur als „uuse Hennes" tituliert wird, wurde ein Mann ausgezeichnet, der sich seit vielen Jahren dem Sport verschrieben hat. Seit 1947 ist er Mitglied des Vorstandes des TuS 05 Oberpleis und seit 1972 dessen Vorsitzender.
In dieser langen Zeit setzte er sich sehr erfolgreich für die Entwicklung des Vereins ein. So ist es nicht verwunderlich, betonte der Landrat, daß heute der TuS mit zu den größten Sportvereinen in Königswinter zählt.
Weiler lag es besonders am Herzen, neben der breiten Bevölkerungsschicht vor allem die Jugend für den Sport zu begeistern. Und das ist ihm zweifellos auch gelungen. Weitere große Verdienste um den Sport in Königswinter erwarb er sich durch sein Engagement im Stadtsportbund, der 1972 gegründet wurde. 1972 wurde Johann Weiler nicht nur TuS-Vorsitzender, sondern auch Vorsitzender des Stadtsportbundes.
Dr. Möller würdigte auch die Verdienste Weilers - im Sinne des Sports weit über die Grenzen der Stadt Königswinter hinaus. Er war Mitglied im Jugendausschuß des Fußballkreises Sieg, und zwar 25 Jahre lang. Nach dem Krieg leistete er eine hervorragende Aufbauarbeit. Darüber hinaus war er Mitglied der rechtsprechenden Kammer des Fußballkreises Sieg in Jugendfragen. Heute noch ist Weiler Mitglied des Hauptausschusses des Kreissportbundes.
Möller schloß seine Laudatio so: „Weiler hat viele Jahre den Sport mitgeprägt und mitgestaltet und sich damit einen festen Platz im sportlichen Leben Königswinters und des Kreises erworben."
Bürgermeister Günter Hank würdigte Johann Weiler als einen Mann, als eine „Figur", die sich sofort ohne Murren für die Gesamtstadt Königswinter eingesetzt habe. Trotz mancher Enttäuschungen habe er sich nicht kleinkriegen lassen und den Sport zu seiner heutigen Blüte gebracht. Der Stadtsportbund sei als wichtige Einrichtung heute unentbehrlich. In ihm hat sich Weiler, so Hank, besonders für die Belange der Jugend eingesetzt. Er wünschte Weiler, daß er an dieser Auszeichnung noch lange Freude habe und überbrachte ihm die Glückwünsche der 37000 Einwohner Königswinters, darunter 9000 Sportler.
Herbert Krämer, Vorstandsmitglied des TuS 05 Oberpleis, gratulierte namens der 959 Pleeser Sportler und Sportlerinnen. Krämer meinte, daß, wenn man aus Oberpleis den TuS mit seinen 426 weiblichen und 553 männlichen Mitgliedern abziehe, Oberpleis kaum noch bestehe. Als „Geschenk" hatte der TuS die Keulenschwingergruppe ins Rathaus geschickt, die mit ihren Darbietungen brillierte.
Colombo überbrachte die Glückwünsche der Kreisfußballer, Walter Franke die Glückwünsche des Stadtsportbundes und Hans Remig gratulierte für den Sportausschuß und die Ratsfraktionen.
Nicht zu vergessen, Johann Weiler wahrt und pflegt auch das rheinische Brauchtum. Mit seinen TuS-Freunden bereitet er jährlich den Karnevalszug in Oberpleis vor. Und auf seiner Arbeitsstätte, der Firma Brune, war er viele Jahre Betriebsratsmitglied und sogar auch Vorsitzender.
In seinen Dankesworten sprach Weiler die Hoffnung aus, daß die gute Zusammenarbeit mit Rat und Verwaltung andauern möge.
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