Große Geburtstagsparty zum 70. von Hans Remig - In der Kommunalpolitik, im Karneval und der Offenen Tür ist er zu Hause

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Aufnahme: 1998

Große Geburtstagsparty zum 70. von Hans Remig - In der Kommunalpolitik, im Karneval und der Offenen Tür ist er zu Hause

st. „Königswinter, unsere Stadt, die so viel zu bieten hat, den Rhein, den Wein und das Siebengebirge und unseren Mann das Jahres: den 70-jährigen Hans Remig. Deshalb grüße ich die Minsche vom Berg und vom Tal, ich grüße die von ovve und von unge, janz ejal, ich grüße all, die hück he hinjekomme sind." Mit diesem teils von Hans Remig auf Veranstaltungen oft gesagtem Spruch eröffnete Bürgermeister Herbert Krämer die Gratulationscour für seinen Stellvertreter. Hans Remig hatte etwa 600 Gäste ins Pfarrheim Stieldorf zu seiner fünfstündigen Geburtstagsparty eingeladen. Krämer setzte seine Laudatio fort und würdigte das Lebenswerk des Geburtstagskindes und seine Leistungen zum Wohle der Bürger und der gesamten Stadt. 1990 gründete er die Bürgerinitiative „Gegen die Schnellbahn im Siebengebirge". Diese habe mit Hans Remig an der Spitze in Sachen ICE viel erreicht (tosender Beifall). Außer all den selbst auferlegten Pflichten für die Stadt ist der Monat Februar der wichtigste für den Karnevalisten Hans Remig, genannt  „Höhnerhänschen". Wo ist er nicht überall schon aufgetreten? Mit Büttreden verschönerte er Karnevalsveranstaltungen in Bonn, Köln und Düsseldorf.

Sogar bis Aachen und nach Belgien reiste der Humorist zu Auftritten. In Baden-Baden hatte er ebenso Erfolg mit seinen zündenden Reden wie in Berlin. Krämer würdigte auch Remigs Verdienste um die Senioren. Noch in diesem Monat gestaltet er zum 600. Male die Offene Tür für die Senioren. Mit seiner Frau Ulla leitet er alle 14 Tage seit 1971 diese Veranstaltungsreihe in Stieldorf. Der Bürgermeister ging in seiner Laudatio auch auf die sportlichen Erfolge des Altersjubilars ein. Mit Karl-Heinz Seger, Peter Jungbluth und Franz Riscop ist Hans Remig seit der Geburtsstunde der neuen Stadt Königswinter 1969 im Stadtrat, seit 19 Jahren Vorsitzender des Sportausschusses. Gestaunt wird immer darüber, daß Remig zu jedem Punkt der Tagesordnung einen Redebeitrag leistet und das mit großer Sachkenntnis. Krämer abschließend: „Er ist und bleibt ein heimatverbundener und ein volksnaher Kommunalpolitiker mit Herz."

Beruflich war Remig 43 Jahre, zuletzt als Geflügelzuchtmeister, auf Gut Frankenforst in Vinxel beschäftigt. Seine Frau Ulla lernte er bereits als Landwirtschaftslehrling kennen. Der Vorsitzende des Stieldorfer Bürgervereins, Peter Fuchs, hatte zu Beginn die zahlreichen Gäste willkommen geheißen und führte auch durch das Non-Stop-Programm. Stadtdirektor Heinz-Martin Bernert überreichte eine städtische Urkunde, in der alle Tätigkeiten Remigs aufgeführt sind, ein Wein präsent, ein Blumenangebinde und eine Sitzgruppe, wo Mann und Frau ruhig auf einer Bank nebeneinandersitzen. Ruhe? - undenkbar für Hans Remig. Die Bürgervereine und Dorfgemeinschaften des Kirchspiels Stieldorf schenkten dem Geburtstagskind einen Gutschein für ein Essen auf dem Petersberg. Hatte derjenige, mit dem das im Petersberghotel besprochen wurde, gemeint: „Is dat der kleene, lustige Bürjermeester?  Dat der Remig heeß, wuß ich net." Hermann Krauthausen betonte in seiner Glückwunschrede, die SPD habe Hochachtung vor dem CDU­ Mann Remig und vor dem, was er in Sachen ICE erreicht habe. Dann kamen etwa 50 Gratulanten auf einmal. Es waren die Anwohner der Margaretenstraße, in der auch Hans Remig wohnt. Der Empfang wurde musikalisch durch Darbietungen der Männerchöre Rauschendorf und Oelinghoven sowie der Singgemeinschaft Bockeroth und Vater und Sohn Dr. Wolf und Burkhard Mohr ausgeschmückt.

Alle brachten ein Ständchen und bedankten sich für die ideelle Unterstützung bei Konzerten, die Remig moderierte. Pfarrer Max Koranyi hatte zu Ehren von Hans Remig ein Lied gedichtet, welches die „Fischer-Chöre" uraufführten. Er selbst begleitete auf dem „Quetschbüggel". Gefreut hat sich nach eigenen Worten der Jubilar über einen Glückwunsch der Deutschen Bahn. Diese habe ihm noch viele fröhliche und gesunde Jahre gewünscht und eine Goldene Bahn-Card für den ICE versprochen. Nach Bürgermeister Krämer hieß Remig dann einen Kaiser willkommen, nämlich den Bürgermeister der Nachbarstadt Bad Honnef, Franz-Josef Kayser. Dieser überbrachte die Glückwünsche der Badestadt mit den Worten: „Was wäre das Siebengebirge ohne Hans Remig?" Dann tanzten die „Sternschnuppen" und zwei Tanzcorps aus  Oelinghoven sowie das Kindertanzcorps der „Fidelen Freunde Postalia". Die Kleinen überreichten ihrem Ehrentanzoffizier je eine gelbe Teerose. Große Überraschung, als aus Paris Miereille Matthieu gemeldet wurde. Mit Bravour und täuschend ähnlich trat Helga Rüsch, die Vorsitzende des Bürgervereins Rauschendorf / Scheuren, auf. Bevor dann das Oelinghovener Tarnbourcorps den musikalischen Schlußpunkt setzte, meinten alle Gratulanten: „Hans  wir lieben Dich", und der Hans meinte daraufhin: „Für su ene kleene Käärl e sue Theater."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 11 vom 12.03.1998; Foto und Bericht: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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