Abgebildete Personen
Aufnahme: 1998
Hans Remig legte nach29 Jahren Ratsarbeit seine Ämter nieder
st. 427 Fraktionssitzungen hat er seit der Stadtwerdung Königswinters im November 1969 miterlebt, jetzt schied Hans Remig aus dem Stadtrat und seinen Ausschüssen aus. Nach seinem 70. Geburtstag wurde er zum Schluß der öffentlichen Sitzung feierlichst aus dem Ratsgeschehen verabschiedet. Bürgermeister Herbert Krämer würdigte in seiner Rede das Wirken seines Stellvertreters. Er sei ein außergewöhnliches, quicklebendiges Ratsmitglied gewesen. Ein Mann der ersten Stunde, denn außer ihm seien nur noch Peter Jungbluth, Franz Riscop und Karl-Heinz Seger von Anfang an dabei. Remig war nicht nur 29 Jahre im Stadtrat, sondern auch 14 Jahre Vorsitzender des Sportausschusses und vier Jahre stellvertretender Bürgermeister. Eine Episode aus den Anfangsjahren der Stadt, als Fabrikant Paul Lemmerz noch im Rat war und Hans Remig sich einmal gegen ihn mit den Worten zur Wehr setzte: „Du hast 3000 Angestellte unter Dir, ich 8000 (Hühner als Geflügelmeister auf Gut Frankenforst). Ich fabriziere keine Räder und Du keine Eier."
Nach dieser Klarstellung herrschte ein freundschaftliches Verhältnis mit Lemmerz. Krämer lobte auch das Engagement Remigs in Sachen ICE und als Leiter der Offenen Tür in Stieldorf. Der Bürgermeister und der CDU-Fraktionsvorsitzende Franz Riscop überreichten zum Abschied Bildgeschenke, Wein und Blumen. Blumen gab es auch von Dr. Josef Griese, dem Vorsitzenden des CDU-Ortsverbandes Stieldorf. Dann gab es noch eine besondere Aufgabe für Hans Remig als letzte Amtshandlung nach seiner Dankesrede, in der er betonte, daß er die Ratsarbeit immer gerne gemacht habe. Als ältestes Ratsmitglied leitete er die Wahl des neuen stellvertretenden Bürgermeisters, Karl Füllenbach. Und was will der Scheidende nun in seiner neugewonnenen Freizeit tun? Mehr Zeit für seine Familie mit acht Enkelkindern, darunter sieben Mädchen, und in seiner Heimatverbundenheit als gestandener und anerkannter Karnevalist Büttreden schreiben.
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