Aufnahme: 1988
Schwester Clarilla 80 Jahre alt
gst. 80 Jahre alt wurde im Konstantiahaus in Oberpleis, wo sie ihren Lebensabend verbringt, Schwester Clarilla, mit bürgerlichem Namen Johanna Brenner. Die Ordensschwester, die dem Franziskanerinnenorden angehört, bat mit 21 Jahren um Aufnahme in den Orden. Ihre Postulantinnenzeit verlebte sie im Olpener Mutterhaus. Hier folgte auch die Zeit des Noviziats. Nach dem Ablegen der Gelübde wurde Schwester Clarilla, die Zur Käuser Stroth im Westerwald das Licht der Welt erblickte, Verwaltungsleiterin in Eslohe im Sauerland, wo sie für den Franziskanerinnenorden ein Krankenhaus einrichtete. Dort wirkte sie 17 Jahre. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Ordensschwester „eingezogen" und leitete im Sauerland fünf Lazarette. Nach Kriegsende fand Schwester Clarilla eine neue Wirkungsstätte in Schönstein bei Wissen an der Sieg, wo sie ein Alten- und Müttererholungsheim baute. Dies unter schwierigen Bedingungen in der schlechten und schlimmen Nachkriegszeit.
Doch immer wieder gelang es ihr, die Schwierigkeiten zu überbrücken. Bevor sie dann vor gut einem Jahr nach Oberpleis kam, fand die allseits beliebte Schwester für 27 Jahre einen neuen Wirkungskreis in Merten im Vorgebirge, wo sie ein Rehabilitationskrankenhaus schuf. Bei all ihren Bauvorhaben arbeitete Schwester Clarilla mit der Raiffeisenbank zusammen. Kein Wunder also, daß die Oberpleiser Bank ihre Räume kostenlos für den Geburtstagsempfang zur Verfügung stellte. 50 Jahre lang war die Raiffeisenbank ein treuer Helfer der Schwester bei ihren Bauvorhaben. Schwester Clarilla stammt aus einer kinderreichen Familie. Mit zahlreichen Beiträgen ihrer großen Verwandtschaft wurde die Feier im „Berghof" fortgesetzt. Hobby der Schwester ist die klassische Musik, im Übrigen ist sie der Mittelpunkt der Familie und trägt Freude und Leid mit allen.
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