Aufnahme: 1979

Schulamtsdirektor Heinrich Breuer im Ruhestand

Im Rahmen einer Feierstunde in der Aula des Städt. Gymnasiums in Siegburg, an der die Lehrkräfte und Rek­toren der Aufsichtsbezirke IV und V des Kreises, das Schulrätekollegium sowie die Mitarbeiter des Schulamtes teilnahmen, wurde Schulamtsdirektor Heinrich Breuer, der mit Ablauf des Schuljahres in den Ruhestand tritt, verabschiedet. Nach der Eröffnung durch Regierungsschuldirektor Mailandt sprach im Auftrag der Landesregierung der Abteilungsdirektor der Bezirksregierung, Herr Loogen. Er schilderte den beruflichen Werdegang des scheidenden Schulamtsdirektors vor dem Hintergrund der Zeitgeschichte, dankte ihm mit Lob und Anerkennung für die Jahrzehnte treuen Dienstes und hob seine Aktivitäten im Schulrätekollegi­um sowie als Mitarbeiter an Lehrplänen der Regierung und des Landes NRW besonders hervor.

Heinrich Breuer, von 1945 bis 1953 Hauptlehrer im Amt Lohmar und anschließend Rektor in Oberpleis, war seit 1965 Schulrat in Euskirchen und im Bonner Landkreis, nach dessen Auflösung er 1969 zum Schulrat für den Rhein-Sieg-Kreis versetzt wurde. Hier betreute er zunächst alle links­rheinischen Gebiete und ab 1975 den Schulaufsichtsbezirk IV mit der Stadt Siegburg, den Gemeinden Hennef und Bornheim. Oberkreisdirektor Kieras dankte seinem Partner im Schulamt für den Rhein-Sieg-Kreis auch im Namen der anwesenden Stadt- und Gemeindedirektoren mit herzlichen Worten für die stets harmonische und fruchtbare Zusammenarbeit in der Verwaltung.

Wie die bisherigen Sprecher würdigten auch der Vorsitzende des Personalrats, Ferdinand Henckes und Frau Rektorin Dahlbender aus Born­heim neben den beruflichen Verdiensten die menschliche, humorvolle und fröhliche Wesensart ihres in den Ruhestand gehenden Berufskollegen. Schulamtsdirektor Friedrich Decker, der im Namen des Schulrätekollegi­ums und des Schulamtes die eigentli­che Festansprache hielt, ließ dem scheidenden Freund und Gefährten eine mit begeisterndem Humor, aber auch mit großer menschlicher Wärme vorgetragene Ehrung zuteilwerden. Es war eine Ansprache, in der mit ebenso besinnlichen wie auch ergötzlichen Akzenten ein lebendiges Bild des Pädagogen und vielseitig interessierten Menschen Heinrich Breuer gezeichnet wurde.

Der scheidende Schulamtsdirektor Heinrich Breuer zeigte sich von den „Strömen und Strahlungen der eindrucksvollen Aussagen und Klänge" der Feierstunde zutiefst betroffen. Mit seinem herzlichen Dank zur Abschiedsstunde verband er den Wunsch, daß man das Ereignis nicht lediglich als den Abgang eines Mitarbeiters deute, sondern als eine festliche Veranstaltung, in der der Berufsstand des Lehrers sich allgemein und insgesamt selbst darstelle als ein Beruf, der ihm persönlich immer etwas anderes und mehr bedeutet habe als eine nach Arbeitsstunden meßbare Tätigkeit im öffentlichen Dienst. Er dankte besonders auch den Gestaltern der musikalischen Beiträge des Nachmittags, einer Gruppe des Kammerorchesters Oberpleis, einer Grundschulklasse aus Oberpleis - beide geleitet von Kurt Wirtz - sowie einem Lehrerchor der Musikschule Hennef unter Leitung von Norbert Fischer. Ihre Darbietungen wurden vom Liebhaber der Musik nicht nur als „übliche Umrahmung, sondern als wesenhaft zur Aussage der Stunde" gehörend empfunden und bezeichnet. R.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 26 vom 29.06.1979; Foto und Bericht: R.
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Friedrich Müller
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