Aufnahme: 1989
Kerstin Henn Sportlerin des Jahres
gst. Die Turnerabteilung des TuS 05 Oberpleis hat, wie ihr Abteilungsleiter Karl Sassen bei der Jahreshauptversammlung im Versammlungsraum der Raiffeisenbank mitteilte, 452 Mitglieder, 319 weibliche und lediglich 133 männliche. Das sind 17 Mitglieder mehr als im vorjährigen Berichtszeitraum. Dabei liegen die weiblichen Mitglieder mit 14 an der Spitze des Zuganges. Allein 152 Turner und Turnerinnen sind zwischen sieben und 14 Jahre alt. Es folgen mit 91 Vereinsangehörigen in der Turnerabteilung die Altersgruppe bis sechs Jahre. Am geringsten vertreten ist die Altersgruppe über 60 Jahre mit nur acht Sportlern und Sportlerinnen. Die neue Gymnastikgruppe „Sport nach Krebs", die sich inzwischen dem TuS 05 Oberpleis angeschlossen hat, wird von Birgit Jacobs geleitet. Trainingszeit in der alten Turnhalle ist dienstags von 19 bis 20 Uhr. Frank Stuhlmann, das Aushängeschild im Kunstturnen der Männer, war auch im Berichtsjahr trotz seiner schweren Verletzung ein hervorragender und erfolgreicher Vertreter des TuS. Er bezwang bei einem Pokalturnen seinen stärksten Widersacher im Turngau Rhein-Sieg, Dirk Baumgard vom TuS Birk.
Im Schüler-Kunstturnen, Jahrgang 1979 und jünger, haben die Turner Dennis Grashorn, Dominic Steeg, Torsten Tesch und Hendrik Tesch ganz hervorragende Wettkampfergebnisse erzielen können. Den größten Erfolg errangen sie 1988 in Bergisch Gladbach. Dort wurden sie Rheinischer Vize-Mannschaftsmeister. Vor einigen Tagen konnten sie in Neunkirchen beim Endkampf Gau-Mannschaftsmeister werden. Im Leistungsturnen der Mädchen, berichtete Sassen, geht es unter der Leitung von Christiane Stuhlmann weiter aufwärts. Ulrike Stuhlmann und Heike Steeg wurden 1988 Stadtmeisterinnen. Christiane Stuhlmann berichtete für das Leistungsturnen der Mädchen, daß dabei Miriam Karns, Christiane Schwippert, Heike Steeg und Dorothea Steeg Vereinsmeisterinnen in ihren Klassen wurden. Karl Sassen ergriff noch einmal das Wort und gab seinem Herzen Luft und schimpfte so richtig über die Kommunalpolitiker, die zunächst die alte Turnhalle am Busbahnhof abreißen wollten, sie jetzt aber in den Ferien schließen wollen. Für die Jugendlichen, die nicht in Ferien fahren und turnen wollen, sei dies deprimierend.
Nach Ansicht von Sassen kostet dabei die Benutzung der Halle am Tage keinen Pfennig. Ein Hausmeister wird nicht benötigt, es entstehen also keine Personalkosten, Heizung ist im Sommer nicht nötig, das warme Duschwasser ist sowieso abgestellt und Licht braucht man über Tage auch nicht. Mit der Sperrung, so Sassen, wird den Jugendlichen die Möglichkeit verweigert, etwas Sinnvolles zu tun und für Wettkämpfe nach den Ferien zu trainieren. Und wenn dann bei Meisterschaften keine Erfolge erzielt werden, wird auf die Turner geschimpft. Sassen: „Es ist für mich unverständlich, ein Hallenbenutzungsverbot zu beschließen." In seinem Bericht erinnert Sassen daran, daß die Turnerschaft schon selbst Reparaturen und Verschönerungsarbeiten durchgeführt habe und hegt die Hoffnung, daß bei den verantwortlichen Herren im Rat und in der Verwaltung Verständnis aufkommt und die Halle in den Ferien doch für einige Zeit geöffnet wird. Die Badminton-Abteilung wählte diesmal die Sportlerin des Jahres aus. Die Wahl fiel auf die 12-jährige Kerstin Henn. Sie ist Mannschaftsführerin der Schülermannschaft und errang bei insgesamt sechs Meisterschaften und Turnieren auf Stadt-, Bezirks- und Landesebene erste bis fünfte Plätze. Die Laudatio sprach Abteilungsleiter Alfred Bellinghausen. Den Pokal stiftete Josef Neuhöfer, der die Trophäe überreichte, während Alfred Bellinghausen einen Tennisschläger als Geschenk übergab.
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