Aufnahme: 1989
25 Jahre Siebengebirgs-Zeitung - Erste Ausgabe am 19. September 1964
Vor 25 Jahren, am 19. September 1964, erschien die erste Ausgabe der Siebengebirgs-Zeitung. Initiator und Herausgeber war damals der in Heisterbacherrott wohnende Verleger Franz Kuhl. Im Vorwort zu der nun wöchentlich erscheinenden Heimatzeitung hieß es vor 25 Jahren u.a.: „In einer freundschaftlichen Bindung zwischen unserem Blatt und seinen Lesern - Alteingesessenen und Zugezogenen - soll die einzigartige Stellung in der Gruppe der Heimatzeitungen bestehen. Der allwöchentliche Weg unserer Zeitung soll aufgeschlossene Leserfamilien vorfinden und alle Bevölkerungsschichten ansprechen."
Was im Herbst 1964 die Leser interessierte
In den ersten Ausgaben der Siebengebirgs-Zeitung beherrscht die Kommunalwahl des Jahres 1964 die Berichterstattung. In den damals noch sieben selbständigen Gemeinden der heutigen Stadt Königswinter wurden zu Bürgermeistern gewählt: Dr. Richard Faßbender (Königswinter), Franz-Willi Riscop (Niederdollendorf), Fritz Nenzel (Oberdollendorf), Friedrich Müller (Heisterbacherrott), Anton Weber (Oberpleis), Heinrich Horn (Stieldorf) und Karl Haacks (lttenbach). Ein allgemeines Thema jener Zeit war die Angst vor einem Atomkrieg. Am 30. Oktober 1964 wird unter der Schlagzeile „Bei Atomangriff die Augen schließen" u.a. folgendes berichtet: „Für den Fall eines Luftalarms empfiehlt es sich, schnellstens den nächstliegenden Schutzraum oder Keller aufzusuchen und dabei Notgepäck mitzunehmen, möglichst ein Kofferradio. Bei einem überraschenden Atomangriff sollte man sich sofort zu Boden werfen, das Gesicht abwenden, Kopf und Nacken bedecken und die Augen fest schließen."
Diese Tips waren entnommen einer „Zivilschutz-Fibel" des Bundesinnenministeriums, die Ratschläge zum Schutz gegen Luftangriffe enthielt.
Als nach dem ersten Erscheinungsjahr die Siebengebirgs-Zeitung in den Verlag Anton Uelpenich in Oberpleis überging, übernahm Heinz Wicharz die Redaktion. Das Hauptanliegen der Wochenzeitung blieb nach wie vor die Heimatberichterstattung. Berichterstatter ab der ersten Stunde in Wort und Bild war Günther Steeg. Daß die Siebengebirgs-Zeitung bei den Lesern von Anfang an ankam, beweist die ständig steigende Auflage jener Jahre. Auch nach dem Tode von Heinz Wicharz (1973) und Anton Uelpenich (1975) wurde die Siebengebirgs-Zeitung weiter verlegt. Nun unter der Redaktion von Edwin Baumgarten, und ab 1978 zeichnet der jetzige Inhaber des Verlages, Franz-Wilhelm Gladbach, für die Heimatzeitung als Herausgeber verantwortlich. Wenn wir jetzt nach 25 Jahren Rückschau halten, bleibt festzustellen, daß die SiebengebirgsZeitung dank des Wohlwollens der Leser immer noch ihre Berechtigung hat. Wenn es auch in den letzten Jahren angesichts der Flut von Medien immer schwieriger wurde sich zu behaupten, so hat es sich doch gezeigt, daß heimatverbundene, lokale und kommunalpolitische Berichterstattung in einem regional begrenzten Raum wie die Stadt Königswinter durchaus das Interesse der Leser findet. Diesem Anspruch wollen wir auch weiterhin gerecht werden und uns bemühen, unserer verehrten Leserschaft zu dienen.
Verlag und Redaktion
SIEBENGEBIRGS-ZEITUNG
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