Aufnahme: 1988
Kurt B. Wirtz als Leiter der Musikschule verabschiedet
"Eine Stadt, die sich nicht um die Kultur bemüht, ist eine arme Stadt. Königswinter kann sich dagegen rühmen, viel für die Kultur getan zu haben. Und einer, der sich um das Musikleben in unserer Stadt große Verdienste erworben hat, ist Kurt Bruno Wirtz, den wir heute als vieljährigen Leiter der von ihm gegründeten Musikschule der Stadt Königswinter verabschieden. Er war und ist der Karajan von Königswinter." Mit diesen Worten verabschiedete Bürgermeister Günter Hank in einer musikalischen Abschiedsstunde im Sitzungssaal des Oberpleiser Rathauses von Kurt B. Wirtz. In seiner Ansprache betonte und bedauerte Hank, dass von der Verwaltung und vom Rat kaum jemand ein Musikinstrument beherrscht.
In keiner der ehemals selbstständigen Gemeinden der heutigen Stadt Königswinter gab es von kommunaler Sicht her eine derartige Einrichtung. Die heutige Musikschule, die sich größter Beliebtheit erfreut, ist ein Lebenswerk des heute Scheidenden. Doch man könne sich glücklich schätzen, dass wir Kurt B. Wirtz als Dirigent des Oberpleiser Kammerchores und des Kammerorchesters erhalten bleibe. Bevor Hank einen Blumenstrauß der Gattin von Kurt B. Wirtz als äußeres Zeichen des Dankes überreichte, sagte Hank: "17 Jahre war er das Aushängeschild der Musikschule."
Stadtdirektor Franz-Josef Schmitz ging in seiner Ansprache auf die Geschichte der Musikschule ein und betonte, dass Wirtz schon im ehemaligen Volksbildungswerk Oberpleis Musik unterrichtete. In der neuen Stadt Königswinter sorgte Wirtz für die Gründung der städtischen Musikschule und stand ihr bis 1987 vor. Die Stadt sei ihm zu großem Dank verpflichtet. Zum Abschied überreichte ihm der Stadtdirektor ein Bild mit einer Königswinterer Ansicht. Zu Beginn der Musikschule verfügte man über sechs Musikinstrumente mit einem Wert von 1900 Mark. Heute sind es 43 Klangkörper mit einem Wert von 160000 Mark.
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