Aufnahme: 1988
Der grüne Kakadu" ein Erfolg für die Laienspielgruppe
gst. Unter der Leitung der ehemaligen Leiterin des Gymnasiums am Ölberg in Oberpleis, Adelheid Bauer, führten Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums in der Aula des Schulzentrums das bekannte Theaterstück von Arthur Schnitzler „Der grüne Kakadu" auf. In diesem Stück beleuchtet der Autor die Pariser Kaschemme gleichen Namens. Viele Monate hatten sich die Jugendlichen in der Arbeitsgemeinschaft „Theater" auf das Stück", dessen Inhalt die Erstürmung der Bastille ist, vorbereitet. Die Laienschauspieler hatten sich das Schnitzler-Stück selbst ausgesucht. Der Bezug ist ganz aktuell, denn im nächsten Jahr findet der Jahrestag der 200. Wiederkehr der Französischen Revolution statt. „Der grüne Kakadu" wurde im Wiener Burgtheater 1899 uraufgeführt. Die Groteske bietet ein raffiniertes Ineinander von Schein und Wirklichkeit, Komik und Tragik und verwirrt schließlich Akteure wie Publikum.
Während draußen das Volk die Bastille stürmt, spielt Prosperes Truppe in der Kaschemme dem adeligen Publikum Mörderszenen, Diebesszenen und das Leben von Zuhältern und Dirnen vor, Die Gäste genießen dies alles wollüstig. Die Schauspieler lassen ihre Wut auf die herrschende Klasse los. Die Zuschauer wurden übrigens als Kneipengäste mit in das Geschehen auf der Bühne einbezogen. Bodo Krause spielte den Wirt Prospere, mimte zugleich einen Theaterdirektor und begrüßte seine adeligen Gäste als Schweine, die das Volk bald umbringen werde. Grasset (Eva Bolle) verkündete revolutionäre Thesen. Der junge, wichtigtuerische Adelige Francois wurde von Gerrit Obermann gespielt. Henri (Henning Knippschild) verkündete, er habe den Liebhaber seiner Frau Leocadie (Miriam Hardt), den Herzog von Cardignan, umgebracht. Bestürzung macht sich breit. Ein Kommissar untersucht die Vorgänge in der Kaschemme. Anhaltender Applaus war der schönste Lohn für die Schauspieler zum Schluß des Stückes.
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