Ewald Kaiser 40 Jahre Pädagoge

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1983

Ewald Kaiser 40 Jahre Pädagoge

gst. Sein 40-jähriges Dienstjubiläum als Pädagoge feierte Direktor Ewald Kaiser bei der Realschule in Oberpleis. In der Aula des Schulzentrums wurde der Festtag unter Mitwirkung der Schülerinnen und Schüler sowie des Kollegiums gefeiert. Die Feierstunde sollte ein Dank sein für das unermüdliche und vorbildliche Schaffen des Jubilars. Regierungsschuldirektor Hartmann schilderte nicht nur den Werdegang von Ewald Kaiser, sondern auch die Entwicklung der Oberpleiser Realschule, die den Stempel des Jubilars trägt. 1965 wurde die Realschule zunächst mit einer Klasse eingerichtet. Ewald Kaiser übernahm die Leitung. Schon 1969 wurden acht Klassen unterrichtet.  Außerdem wurden noch in drei Klassen Spätaussiedlerkinder in den Räumen der Burg Niederbach  eingerichtet.1970 bestanden zum ersten Male Schüler ihre Mittlere   Reife. Heute besteht die Schule aus 21 Klassen, und Ewald Kaiser habe, so Hartmann, in all den Jahren das stürmische Schulschiff fest in der Hand gehabt.

Karl-Heinz Steinmann, der Stellvertreter des Jubilars, schilderte Ewald Kaiser als einen erfahrenen Pädagogen. Kaiser habe auch seine Kollegen nie bevormundet. Seine großzügige und tolerante Haltung hätte zum Wohle aller Schüler ihre Früchte getragen. Die Beliebtheit von Ewald Kaiser wurde noch unterstrichen durch die Teilnahme einer stattlichen Anzahl von ehemaligen Schülern an der Feierstunde. Auch Bürgermeister Günter Hank wußte die Verdienste von Ewald Kaiser zu würdigen. Er sei stets ein demokratischer Lehrer gewesen, der seine Schule trotz aller Liberalität zu einer vorbildlichen Einheit zusammengeschweißt habe. Hank dankte dem Jubilar für seinen vorbildlichen Dienst an der Jugend.

Die Kollegen von Kaiser baten ihn, noch viele Jahre die Bürde des Schulleiters auf sich zu nehmen. Ewald Kaiser hat sich all die Jahre schützend vor uns gestellt, wenn wir angegriffen wurden", betonte ein Sprecher des Kollegiums. „Denn heute steht die Schule immer mehr im Kreuzfeuer der Öffentlichkeit. Immer häufiger werden Entscheidungen eines Lehrers kritisiert oder angefochten, oft kommen Beschwerden, doch Ewald Kaiser meisterte alles."

Ewald Kaiser wurde am 22. Juni 1925 in Schalksmühle geboren. Von 1939 bis 1943 besuchte er die Lehrerbildungsanstalten zu Lütgendortmund und Boppard. Krank kehrte Kaiser im November 1946 aus sowjetischer Gefangenschaft zurück. Seine erste Stelle im Schuldienst erhielt der Jubilar im August 1948. Bis 1961 wirkte Kaiser an einer Schule in Altena, wo er im Oktober 1952 seine zweite Lehrerprüfung bestand. Zum 11. Juni 1953 wurde ihm eine Anstellung als  Beamter auf Lebenszeit beurkundet. Von 1952 bis 1956 besuchte er neben dem Schuldienst Vorbereitungskurse für den Realschuldienst in Hagen. Ostern 1961 erfolgte die Versetzung nach Königswinter. Dort  lehrte er an der Realschule, ab 1965 als Schulleiter und ab 1969 als Realschuldirektor. Die Feierstunde zu Ehren von Ewald Kaiser wurde von Schülern der Schule gestaltet.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 29 vom 21.07.1983; Foto und Bericht: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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