Aufnahme: 1982
Drei Schwestern feierten Jubiläum
Goldene, Diamantene und Eiserne Ordensprofeß feierten im Altenheim des Olpener Franziskanerinnen-Ordens drei Schwestern.
Vor 50 Jahren trat Schwester Antonis, mit bürgerlichem Namen Berti Schipior, in der kirchlichen Orden ein. Die in Wiesdorf bei Leverkusen geborene Schwester widmete sich ausschließlich der Kindererziehung, nachdem sie das Ursulinen-Lyzeum besucht und eine kaufmännische Ausbildung genossen hatte. Zwei Jahre besuchte sie ein Seminar für Kindergärtnerinnen und Hortinnen. 37 Jahre ihres Ordenslebens wirkte Sie in Kindergärten als Leiterin, davon die letzten 12 Jahre, von 1963 bis 1975, im Kindergarten von Duisdorf. Vor sieben Jahren, als die Schwester ihren 85. Geburtstag feierte, sagte sie, wenn auch schweren Herzens, ihrer liebgewordenen Tätigkeit ade. Von der Kindererziehung wechselte sie zur karitativen Tätigkeit für die Alten. Noch einmal drückte Schwester Antonis die Schulbank, um die Leitung eines Altenheimes zu erlernen. Seit sieben Jahren ist sie nun Heimleiterin des Oberpleiser Konstantiahauses und Schwester Oberin. Im Altenheim betreuen 22 Schwestern 38 ältere Damen.
Vor 60 Jahren wunde Schwester Majelita (Klara Meister) in den Orden aufgenommen. Sie erblickte bei Warburg im Jahre 1895 das Licht der Welt. Ihr Lebensinhalt bestand in der Krankenpflege. Die meiste Zeit ihres Lebens verbrachte die Diamantjubilarin im Schwesterhaus zu Eitorf. Seit sechs Jahren lebt sie im Konstantiahaus im Ruhestand.
Auf bereits 65 Jahre Ordensleben kann Schwester Bamalita {Maria Otto), die ebenfalls 1895 geboren wurde, zurückblicken. Die Schwester stammt aus dem Westerwald und betreute von 1917 bis 1930 den Speisesaal eines Knabenkonviktes in Neunkirchen für 200 Schüler und 11 Lehrer. Häusliche Arbeiten erledigte die Jubilarschwester von 1930 bis 1960 in einem Schmallenberger Internat. Seit 1960 ist sie in Oberpleis tätig, wiederum im Speisesaal, zuerst für die Mütter, als das Heim noch Müttererholungsheim war, und heute für die Schwestern. gst.
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