Aufnahme: 1981
Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit Kirchen und Kapellen der Heimat
Vor einiger Zeit hatte Realschullehrer Thomas Lissek aus Uthweiler, der an der Realschule in Oberpleis unter anderem Religionsunterricht erteilt, die Idee, in verschiedenen Klassen einen Wettbewerb durchzuführen. Die Mädchen und Jungen sollten die Geschichte ihrer Heimatkirchen oder Kapellen erforschen und in Text und Bild ihre Arbeit wiedergeben. Die Jugendlichen waren Feuer und Flamme und Lehrer Thomas Lissek, Direktor Ewald Kaiser, die übrigen Lehrpersonen und last not least auch die Geistlichkeit waren überwältigt von dem Ergebnis. Rund 170 Schülerinnen und Schüler lieferten ihre Arbeiten ab. Die jeweils Klassenbesten wurden mit einer Medaille aus dem Heiligen Jahr 1975 belohnt. Diese Medaillen wurden von Papst Paul VI. persönlich geweiht.
Bester der gesamten Schule war Jürgen Mischke. Er lieferte fast ein ganzes Buch ab, mit zahlreichen Bildern, insgesamt 175 Seiten. Meinten Direktor Kaiser und Thomas Lissek bei der Vorstellung der besten Arbeiten: „Eine wahre Doktorarbeit". Rund 100 Arbeiten wurden dieser Tage in der Schule ausgestellt. Sinn und Zweck dieses Wettbewerbs sollte es sein, den Religionsunterricht lebendiger zu gestalten, die Jugendlichen für die heimatkundliche Dorfgemeinschaft zu interessieren und sie kunsthandwerklich tätig werden zu lassen. Abgeliefert wurden Beschreibungen und Illustrationen zu Kirchen und Kapellen im gesamten Stadtgebiet von Königswinter und darüber hinaus aus dem Einzugsbereich der Schule bis Asbach, Holzlar und Westerhausen.
Besondere Begeisterung beim Lehrerkollegium und bei Pfarrer Willi Müller lösten die Arbeiteten über die Oberpleiser Propsteikirche sowie über die Kirchen und Kapellen in Asbach, Eudenbach, Rauschendorf, Thomasberg, Eisbach, Quirrenbach, Wahlfeld, Uthweiler und Sandscheid aus sowie über die zahlreichen Wegkreuze und das Hochkreuz auf dem Oberpleiser Friedhof. Pfarrer Müller, der mit seinem Kaplan und Pater Columban zugegen war: „Unwahrscheinlich tolle Leistung, eine echte Geschichtsforschung". Die Kinder waren mit einer großartigen Begeisterung bei der Sache. Sie befragten Eltern und Großeltern. Dabei kamen manche Anekdötchen zutage, die bisher selbst den Mitgliedern des Arbeitskreises Heimatkunde unbekannt waren. Vielen unbekannt war auch, daß es in Oberscheuren eine Kapelle gab. gst.
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