Aufnahme: 1973
Arbeitskreis Heimatkunde startete Orientierungsfahrt
Die Sieger der Orientierungsfahrt: Das Ehepaar Schneider mit Tochter Andrea (zweite von rechts) und Monika Pullar.
55 Kilometer lang war die Strecke kreuz und quer durch das Stadtgebiet von Königswinter, die die Mitglieder des Arbeitskreises Heimatkunde in mühevoller Kleinarbeit für eine Orientierungsfahrt ausgearbeitet hatten. Von Oberpleis aus ging es am vergangenen Sonntag nach Sandscheid, Berghausen, Willmeroth, Quirrenbach, Faulenbitze, Gratzfeld, Eudenbach, Komp, zur östlichen Stadtgrenze ins Hanfbachtal, Kotthausen, Sassenberg, Eudenbach, Thomasberg, Heisterbacherrott nach Dollendorf und von dort wieder zum Startpunkt nach Oberpleis zurück.
In Berghausen mußten Fragen beantwortet werden, deren Lösung auf dem Ehrenmal in der Ortsmitte zu finden waren. Ebenfalls in Berghausen mußten die Fahrtteilnehmer eine Chinesenrallye fahren. Vorbestimmte Straßenzeichnungen mußten dabei beachtet werden. Bei Kotthausen mußte genau auf der Stadtgrenze angehalten werden. Erstaunlich war, wie Fritz Karl Birkhäuser bei der abendlichen Siegerehrung im Tannenhof sagte, daß viele Fahrtteilnehmer die Stadtgrenze genau kannten, denn nur wenige überfuhren sie ohne anzuhalten.
Gesucht werden mußten bei dieser als Bildersuchfahrt ausgeschriebenen Rallye u. a. der frühere Bahnhof in Quirrenbach und das älteste Haus in Gratzfeld, welches 1718 erbaut wurde. Sehr interessant war auch die Feststellung, daß das Haus Schumacher in Schwirzpohl bis 1854 der Abtei in Siegburg gehörte. Am Marterpütz bei Heisterbacherrott mußte eine Trimm-Dich-Übung absolviert werden, und schließlich hieß es in Oberdollendorf: Wie viele Weinsorten gibt es bei Broel-Blöser zu kaufen. Das Künstler-Ehepaar Koslar überreichte in seinem Atelier in Eudenbach den Fahrtteilnehmern etwas Ton, aus dem die Beifahrer auf der Weiterfahrt ein Tier modellieren mußten.
Für die beste „künstlerische" Arbeit wurde ein Sonderpreis vergeben. Gewinner dieser Aufgabe war das Ehepaar Jaschke mit seinem Ton-Dackel. Den ersten Platz in der Gesamtwertung bei der diesjährigen Orientierungsfahrt des Arbeitskreises Heimatkunde belegte das Ehepaar Leonhard und Margot Schneider mit Tochter Andrea und deren Freundin Monika Pullar. Ihnen wurde der Wanderpokal, gestiftet von der Siebengebirgs-Zeitung, überreicht. Die beiden nächsten Plätze nahmen das Ehepaar Klaus Dornscheidt aus Thomasberg und Elly Keymes mit Dr. Becker aus Oberpleis ein. Sie erhielten schöne Sachpreise. Eine Brille - damit sie in Zukunft bei den Fahrten besser sehen können - erhielten die Gebrüder Schlieber. Sie belegten nämlich den letzten Platz.
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