Der 1. Vorsitzende des Bürgervereins Königswinter-Ost, Dr. Andersen

Aufnahme: 1972

Der 1. Vorsitzende des Bürgervereins Königswinter-Ost, Dr. Andersen

Versammlung des Bürgervereins Königswinter-Ost.

Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, die im Haus Neuglück stattfand, gab der Bürgerverein Königswinter-Ost seinen Bennerscheider Mitgliedern Gelegenheit, sich über aktuelle Erschließungsfragen in ihrem Ortsteil zu informieren. Vonseiten der Stadtverwaltung waren der Technische Beigeordnete Leo Niederehe sowie die Herren Helmes und Szemskat zu dieser Veranstaltung gekommen, um die zahlreichen Fragen der Bürger zu beantworten. Der ebenfalls eingeladene Wasserbeschaffungsverband, dessen Endabrechnung für seine Erschließungsmaßnahmen in Bennerscheid seit längerer Zeit aussteht, hatte bedauerlicherweise keinen Vertreter entsandt. Bei der Aussprache ging es im wesentlichen um die Erläuterung der endgültigen Anliegerbeiträge für den Kanalbau und die noch ausstehenden Straßenbaumaßnahmen.

Der 1. Vorsitzende des Bürgervereins, Dr. Andersen, dankte bei dieser Gelegenheit der Stadtverwaltung für ihre hilfreichen Sofortmaßnahmen zur vorläufigen Verbesserung der sehr schlechten Straßenverhältnisse in diesem Ortsteil. Nach beendeter Aussprache schlug er den an den Erschließungsfragen interessierten Mitgliedern vor, sich gemeinsam auf der Grundlage der von der Stadtverwaltung gegebenen Informationen um eine Lösung der noch anstehenden Probleme zu bemühen. Die Vertreter der Stadtverwaltung ließen durchblicken, daß dabei von ihrer Seite mit konstruktiver Mitarbeit zu rechnen sein werde. Die Versammlung fand in einer ausgesprochen sachlichen Atmosphäre statt. Großes Vertrauen setzen die Bürger der Ortsteile Sand, Bennerscheid, Waschpohl und Pützstück in ihren neu­ gegründeten Bürgerverein Königswinter-Ost. Nach dreimonatigem Bestehen hat der Verein jetzt sein 100. Mitglied aufgenommen. Der Vorstand hat  bisher sachlich und  mit  Erfolg verschiedene Probleme der Bürgerschaft aufgegriffen und zum Teil auch schon abgeschlossen.

Der 1. Vorsitzende, Andersen, führte das in erster Linie auf die gute Zusammenarbeit im Vorstand und im gesamten Verein zurück. Nach Meinung von Dr. Andersen könnten die Bürgervereine in Zukunft eine größere Bedeutung erlangen, wenn es ihnen gelingt, ihre Mitglieder davon zu überzeugen, daß die sie bewegenden Probleme weniger parteipolitisch als vielmehr regionalpolitisch angegangen werden müssen. So seien z. B. die aus dem Flächennutzungsplan sich ableitenden zukünftigen Perspektiven, der Einsatz öffentlicher Verkehrsmittel, die Fragen eines ausreichenden Polizeischutzes, die Einsatzbereitschaft von Krankenwagen und Feuerwehr und vieles andere mehr in erster Linie von regionaler Bedeutung. Er, Dr. Andersen, sieht in dem Beschluß der Bürgervereine Königswinter-Ost, Berghausen, Oberpleis und Uthweiler, das Altenfest 1972 gemeinsam auszurichten, einen Ansatz für eine gemeinsame und an den regionalen Erfordernissen ausgerichtete Aktivität der Bürgervereine. Eine andere Frage sei es allerdings, wie diesen Bemühungen das erforderliche Echo bei den politischen Parteien, die ja bekanntlich für die Beschlußfassung zu diesen Fragen verantwortlich seien, verschafft werden kann. Die Antwort darauf würde jedoch gegeben werden, sobald die erste konkrete Sachfrage anstünde.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 09 vom 25.02.1972; Foto und Bericht: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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