Aufnahme: 1972
Thomas Lissek und Josef Els ehrten die ältesten Teilnehmer beim Oberpleiser Altenfest
Gemeinsam veranstalteten die Bürgervereine von Oberpleis, Königswinter-Ost, Berghausen und Uthweiler im Saale Bellinghausen in Oberpleis ein Altenfest, zu dem 110 Betagte erschienen waren. Für die Alten gab es Kaffee und Kuchen und anschließend Wein. Die Stadt Königswinter gab zu diesem Fest einen Zuschuß, so daß die alten Leute noch ein Geschenk mit nach Hause nehmen konnten. Es gab für die Herren Wein und Rauchwaren und für die Damen Wein und eine Bonbonniere. Der Vorsitzende des jüngsten Bürgervereins, Thomas Lissek von Uthweiler, begrüßte die Alten und wünschte ihnen einige unterhaltsame und fröhliche Stunden. Sein Gruß galt der Geistlichkeit, Stadtdirektor Schmitz, den beiden Stellvertretern des Bürgermeisters, Dr. Schmidt-Küster und Heinrich Klümpers, sowie den Stadtverordneten. Anstelle des erkrankten Conferenciers Helmut Reuter führte Thomas Lissek gekonnt durch das Programm. Mit einem Gedicht der Schulkinder der Grundschule Sandscheid unter der Leitung von Konrektor Klein wurde der Nachmittag eröffnet.
Älteste Teilnehmerin war die 91-jährige Amalie Scherer aus Oberpleis und der älteste Teilnehmer der ebenfalls 91-jährige Eduard Mainzer aus Berghausen. Ihnen überreichte Lissek Wein und Blumen. Dr. Wolf Schmidt-Küster als Vertreter des Bürgermeisters vollführte mit der ältesten Teilnehmerin einen Ehrentanz. Der Kapellenchor Uthweiler und der Männerchor aus Quirrenbach umrahmten den Nachmittag mit dem Vortrag schöner Lieder. Viel Beifall der Betagten erhielten auch Siegfried Keymes aus Oberpleis und Doris Müller aus Buisdorf für ihre Solodarbietungen. Sie erfreuten mit Opern- und Operettenmelodien. Gemeinsam sangen sie „Wer hat die Liebe uns ins Herz gesenkt" von Franz Lehar und „Schenkt man sich Rosen in Tirol" von Karl Zeller. Einen „Ländler" und einen Tanz aus der „Puppenkiste" zeigte die Berghausener Tanzgruppe Clermont und auch die Grundschule Sandscheid erfreute mit einem Tänzchen: „Et jeiht nix övver de Jemütlichkeit". Den Kuchen für die Alten hatten die Frauen der Mitglieder der Bürgervereine selbst gebacken. Sie nahmen auch die Bewirtung vor. Grußworte sprachen auch die Geistlichen der beiden Konfessionen. Die alten Leutchen, die nicht an der gemeinsamen Feier teilnehmen konnten, erhalten das Geschenk durch die Vertreter der vereinigten Bürgervereine in den nächsten Tagen zu Hause.
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