Oberpleiser waren beste Rettungsschwimmer

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1971

Oberpleiser waren beste Rettungsschwimmer

Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:

Die 1. Herrenmannschaft der DLRG Ortsgruppe Oberpleis wurde Sieger bei den Rettungsvergleichskämpfen der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft, Bezirk Siebengebirge, die im Lemmerzbad in Königswinter durchgeführt wurden. Auf den zweiten Platz der Herrenmannschaften kam die Ortsgruppe Königswinter. Bei den Damen siegte die Königswinterer Gruppe. Die Oberpleiser Damen kamen auf den zweiten Platz. Die Sieger und Siegerinnen erschwammen sich je 20 Punkte, die Zweitplacierten konnten 18 Punkte auf sich vereinen. Vorsitzender Franz-Willi Riscop überreichte der siegreichen Herrenmannschaft einen von Bürgermeister Hank gestifteten großen Wanderpokal. Die erfolgreichen Königswinterer Damen erhielten einen kleineren Pokal, den der Bezirk Siebengebirge der DLRG gestiftet hatte. Für die Zweiten gab es Silberbecher. Insgesamt nahmen an den Rettungsvergleichswettkämpfen vier Herren- und vier Damenmannschaften sowie je eine Damen- und Herrengastmannschaft aus Bonn teil.

Folgende Bedingungen mussten die Herren absolvieren: 6 x 50 Meter Kleiderstaffel, 6 x 50 Meter Flossenstaffel, 3 x 50 Meter Rettungsleinenstaffel und die große Rettungsstaffel. Bei der Kleiderstaffel war die Schwimmart beliebig, jedoch die Brustlage erforderlich. Vorgeschrieben war ein Drillich- oder Körperanzug mit langen Beinen und Ärmel, die Knöpfe mussten geschlossen sein. Die drei Teilnehmer bei der Rettungsleinenstaffel am Start waren je einmal Schwimmer und einmal Leinenführer, die drei Teilnehmer auf der Gegenseite bei 25 Meter im Wasser waren die „Opfer". Die Leine durfte nur jeweils von einem Teilnehmer gezogen werden. Der erste Schwimmer startete auf Kommando mit umgelegtem Gurt. Das „Opfer" musste bis zur Übernahme durch den Schwimmer beide Hände an der Abgrenzungsleine haben. Der Leinenführer zog den Rettungsgurt erst dann ab, als der ankommende Schwimmer den Beckenrand berührt hatte. Der nächstfolgende Schwimmer übernahm den Gurt, wobei Hilfe erlaubt war.

Bei der Großen Rettungsstaffel waren erforderlich: 50 Meter Kleiderschwimmen, 50 Meter Rückenschwimmen ohne Armtätigkeit, 50 Meter Zieltauchen mit Tauchring, 50 Meter Schnellschwimmen in beliebigem Stil, 25 Meter Tauchen und 25 Meter Schwimmen sowie 50 Meter Flossenschwimmen. Folgende Disziplinen waren bei den Damen zu bewältigen: 4 x 50 Meter Hindernisstaffel, 4 x 50 Meter Kleiderstaffel und 4 x 50 Meter kombinierte Rettungsstaffel. Bei der Hindernisstaffel war ein Schnellschwimmen mit Untertauchen eines Hindernisses vorgeschrieben, wobei die Schwimmart beliebig war. Die Hindernisse waren von zwei Schwimmleinen gebildet, die quer zum Becken gespannt auf dem Wasser lagen. Auf der 50-Meter-Bahn gab es zwei Hindernisse, die jedes Mal untertaucht werden mussten. Bei der Kleiderstaffel war ein Badeanzug mit knöchellanger Hose vorgeschrieben. Bei der Rettungsstaffel mussten bewältigt werden: 25 Meter Schnellschwimmen, 25 Meter Transport- schwimmen mit Achselgriff, 50 Meter Kleiderschwimmen mit Hose und Jacke (Beine und Arme lang), 25 Meter Tauchen und 25 Meter Rückenschwimmen ohne Armtätigkeit.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr.38 vom 17. 09.1971
Zur Verfügung gestellt von
Paul Winterscheidt
Räume & Galerien
Presseberichte Presseberichte 1 (bis 1989) Vereine
Aufrufe
1130

Etwas zu ergänzen?

Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.