Aufnahme: 1971
Volksbildungswerk-Leiterin Gudrun Väth und Fritz Karl Birkhäuser überreichten dem Sieger der heimatkundlichen Rallye, Bernd Liermann, die Siegertrophäe.
Rallye des Arbeitskreises „Heimatkunde"
Sind Sie schon einmal chinesisch gefahren? Wenn nein, dann konnten Sie dies bei der heimatkundlichen Rallye des Volksbildungswerkes Oberpleis tun. Der Arbeitskreis „Heimatkunde" des Volksbildungswerkes hatte zu einer Rallye aufgerufen. Rund 30 Fahrer und Beifahrer beteiligten sich an dieser Fahrt. Start und Ziel war der Schulplatz in Oberpleis. Vom Schulplatz der Hauptschule bis zum Schulplatz der Realschule hatten die Heimatkundler eine Chinesenrallye arrangiert. Eine Strecke, die lediglich anhand von Winkelzeichen, die den Teilnehmern übergeben wurden, zu ermitteln war. Dann ging es durch das Hanfbachtal zum Steinbruch Eulenberg. Unterwegs befand sich an einer bestimmten Wegkreuzung eine Gedenktafel. Die Inschrift dieser Tafel mußte abgeschrieben werden. In Stadt Blankenberg war es u. a. Aufgabe der Fahrtteilnehmer, einen riesigen Tonkübel, der 1000 Liter Inhalt hat, ausfindig zu machen und zu erkunden, wozu der Kübel früher benutzt wurde. Wissen Sie es? Durch Befragen der Einwohner der kleinsten deutschen Stadt erfuhr man, daß in diesem Kübel früher eine gewisse Säure aufbewahrt wurde.
In Kircheip war die alte Kapelle das Gebäude, welches aufgesucht werden sollte. Nächster Punkt war in der Nähe von Unkel ein Wasserfall, der ausfindig gemacht werden mußte. In dem reichhaltigen Aufgabenkatalog war als nächstes die Forderung gestellt: „Fahren Sie zu dem Denkmal eines bekannten Karnevalisten; dieses Denkmal steht in einem Tal, das den Namen einer Sängerin trägt." Es handelte sich um das Ostermann-Denkmal im Nachtigallental. Dann hieß es weiter: "Finden Sie den Punkt im Siebengebirge, der 129 Meter unter dem Ölberg liegt." Die richtige Antwort lautete: „Der Petersberg. " Zum Schluß mußte die einzige noch in Betrieb befindliche Wassermühle in der neuen Stadt Königswinter aufgesucht werden. Es handelte sich um die Uthweiler Mühle. Am Ziel angekommen wurde den Fahrteilnehmern noch eine Photokopie einer Urkunde aus dem Jahre 948 gezeigt. Da sie in lateinischer Sprache verfaßt war, mußte ergründet werden, um was für eine Urkunde es sich handelte. Es war die Urkunde Erzbischofs Wichfried, nach der Oberpleis im Jahre 1948 seine Tausendjahrfeier beging.
Die Fahrtstrecke betrug rd. 100 Kilometer und mußte normalerweise in 3 Stunden bewältigt werden. 1250 Punkte konnten erreicht werden. Sieben Teilnehmer erreichten das Ziel. Bei der abendlichen Siegerehrung war die Start-Nr. 10 noch immer nicht wieder in heimatliche Gefilde gekommen. Jedoch verlief die Fahrt ohne Unfall, lediglich waren einige Fahrer Zeuge eines tödlichen Unfalles in der Nähe von Unkel. Das Team, welches am längsten für die Strecke brauchte, erreichte 782 Punkte. Die Fahrzeit betrug 279 Minuten und die Strecke 131 km. Sieger wurden Bernd Liermann und Werner Dahm. Sie erreichten in 190 Minuten und 91 km 1109 Punkte. Gudrun Väth als Leiterin des Volksbildungswerkes und Fritz Karl Birkhäuser überreichten den strahlenden Siegern den Wanderpokal der „Siebengebirgs-Zeitung" . Mit der Leitung der Fahrt waren außer Frau Väth und Herrn Birkhäuser beauftragt: Günther Gries, Wilfried Klevers, Theo Nüchel und Wilfried Rankenhohn. St.
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