Volksbildungswerk Oberpleis war in Moskau - Oberpleiser sind begeistert von Leningrad und Moskau

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1971

Volksbildungswerk Oberpleis war in Moskau - Oberpleiser sind begeistert von Leningrad und Moskau

Mit den besten Eindrücken kehrten jüngst 44 Mitglieder des Volksbildungswerkes Oberpleis unter der Leitung von Gudrun Väth von einer einwöchigen Rußlandfahrt in die Heimat zurück. Um Erinnerungen und Bilder auszutauschen, kamen jetzt die Rußlandfahrer im „Nonnenberger Hof " zu einem gemütlichen Abend zusammen. Dort sah man nicht nur zahlreiche Farbdias, sondern auch einige Filme, die beim Aufenthalt in Leningrad und Moskau sowie im Kloster Sagorsk gedreht wurden.

Bis Wahn fuhren die „Reisenden in Sachen Volksbildung" mit einem Bus. In einem fast einstündigen Flug brachte die Pan-Am die Oberpleiser Rußlandfahrer zum Berliner Flughafen Tempelhof, von wo sie in einem Transitverkehr zum Ostberliner Flughafen Schönefeld gebracht wurden. Mit einer sowjetischen Chartermaschine landete man nach einem sicheren Flug in Leningrad, der ersten Station der Rußlandreise. Nach den ersten Vorfrühlingstagen in der Heimat erlebte man in Rußland noch einmal den Winter. Untergebracht waren die Oberpleiser in dem „First-Class-Hotel" „Leningrad". Die Unterbringung war hervorragend, die Verpflegung bestens. Das  Hotel  bestand aus einem zehn Stockwerke hohen Marmorpalast. Jedes Zimmer war in einer anderen Holzart gehalten. Die Einrichtung entsprach den  modernsten und den hygienischsten Richtlinien. Jedes Zimmer hatte ein eigenes Bad und eine eigene Toilette. Der Service übertraf alle Erwartungen. Sogar Bars und Fernsehräume befanden sich in diesem Hotel. Allerdings erlebten die Reisenden aus dem Siebengebirge auch ärmliche Verhältnisse.

Drei Tage verbrachte man in Leningrad. Besonders beeindruckt war man von der Eremitage, dem Besuch der Peter-Paul-Festung und der Isaak-Kathedrale. Aber auch der Besuch des russischen Museums mit seiner Ikonenabteilung und ein Bummel über den Newski-Prospekt bleiben unvergessen. Zu den weiteren Besichtigungen in Leningrad gehörten die U-Bahn, die Hauptgeschäftsstraße und der Leningrader Hafen. In der Eremitage konnte man bis dahin nicht gesehene Bilder von Rembrandt und Picasso bewundern. Auch konnte man einen Blick in den Winterpalast, den früheren Regierungssitz der Zaren, werfen. Abends wurde im Kirow-Theater ein russisches Märchen in Ballettform besucht.

Nach einem dreitägigen Aufenthalt in Leningrad folgte ein viertägiger Besuch der russischen Hauptstadt. In Moskau standen auf dem Besichtigungsprogramm u. a.: Besuch der Tretjakow -Galerie, des Kreml, der Rüstkammer, des Lenin-Mausoleums und die Metro„ Selbstverständlich gehörte zum Besichtigungsprogramm auch der Rote Platz und die Lomonossow-Universität. Glück hatten die Oberpleiser, daß sie den Kreml betreten durften, denn der 24. Parteitag der KPDSU war gerade zu Ende.

War man schon verwöhnt von den kulturellen Leistungen russischer Schauspieler in Leningrad, so sah man im Bolschoi-Theater in Moskau wahre Spitzenleistungen, nicht nur in tänzerischer, sondern auch in gesanglicher Hinsicht. Bei zwei Besuchen in diesem Theater wohnte man der Aufführung einer russischen Oper und eines klassischen Balletts bei. Abschluß des Moskau Aufenthaltes war ein Besuch eines Konzert- und Liederabends im 6000-Personen fassenden Kremlpalast.

Eine der Mittelpunkte der russisch-orthodoxen Kirche ist das noch im Gebrauch befindliche Kloster Sagorsk, welches 75 Kilometer von Moskau entfernt liegt.

Die Rückfahrt erfolgte wieder auf dem gleichen Weg wie der Hinflug, wobei man in Berlin noch eine kleine Pause einlegte und u. a. die Kaiser­ Wilhelm-Gedächtniskirche und den Kurfürstendamm besichtigte. St.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 22 + 25 vom 28.05 + 18.06.1971; Fotograf unbekannt; Reiseberich: St.
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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