Verleger Anton Uelpenich überreicht der Siegerin Frau Elli Keymes den von ihm gestifteten Wanderpokal

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1970

Verleger Anton Uelpenich überreicht der Siegerin Frau Elli Keymes den von ihm gestifteten Wanderpokal

Siebengebirgs-Zeitung stiftete Wanderpokal - Orientierungsfahrt des Arbeitskreises Heimatkunde.
Ein großer Erfolg für den Arbeitskreis Heimatkunde in Oberpleis war auch in diesem Jahre die Orientierungsfahrt, an der 17 Fahrzeuge teilnahmen. Start und Ziel war wieder der Schulplatz. Als strahlender Sieger ging Dr. Peter Becker mit seiner Begleiterin Elli Keymes hervor. Bei der abendlichen Siegerehrung in der Gaststätte „Nonnenberger Hof" überreichte Anton Uelpenich der glückstrahlenden Siegerin den von der Siebengebirgs-Zeitung gestifteten Wanderpokal. Die Leitung der Fahrt hatte Fritz­ Karl Birkhäuser übernommen. Die Strecke war 57 Kilometer lang und führte u. a. an der Schule Sandscheid, am Kriegerehrenmal in Sand vorbei durch Eisbach und dem wenig bekannten Ort Silistria nach Eudenbach. Nach einer Atelierbesichtigung bei dem Künstler Koslar in Eudenbach führte die Fahrt weiter über Schnepperoth und Priesterberg bei Uckerath an der Kapelle Dachsberg und am Separatistendenkmal in Brüngsberg vorbei zur Ruine Heisterbach und wieder nach Oberpleis zurück. Sinn und Zweck dieser Fahrt war es, die nähere Heimat noch besser kennenzulernen. Vor allem sollte die Jugend mit den seltenen Ortsnamen Silistria oder Priesterberg bekannt gemacht werden. Das Alter der Teilnehmer lag zwischen 20 und 50 Jahren. Von 230 möglichen Punkten erreichte das Siegerteam Becker - Keymes 190 Punkte. Es fuhr lediglich einen Kilometer mehr als die Strecke normalerweise vorsah.

Auf der Fahrt wurden 9 Stationen eingelegt, wo schwierige heimatkundliche Fragen beantwortet werden mußten. Eine der Aufgaben war es, die Basaltsäulen im Sockel des Kriegerehrenmals in Sand zu zählen. In Sauerwiese am Flugplatz Eudenbach mußten die  Wohnhäuser gezählt werden. Es waren insgesamt 5. In Priesterberg steht ein Grenzstein, der die Länder Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen trennt. Auf diesem Grenzstein stehen die Buchstaben HB und HN. Wußten Sie, daß diese Buchstaben „Herzogtum Berg" und „Hessen­-Nassau" bedeuten? Im Atelier Koslar in Eudenbach war es die Aufgabe der Fahrtteilnehmer herauszufinden, welche Kunstwerke von Herrn und welche von Frau Koslar stammten. In Silistria mußten die Buchstaben, die an den Bäumen aufgehängt waren, zu einem bestimmten Namen zusammengestellt werden. Dem Drucker, der das Fahrtprogramm herstellte, war ein bedauerlicher Fehler unterlaufen. Er hatte vier Namen total verdruckt. So las man Sauerpriester, Krautberg, Hahnscheid und Hammelswiese. Aufgabe der heimatkundlichen Fahrer war es, herauszufinden, wie die Orte nun wirklich heißen. Richtig mußten sie lauten: Sauerwiese, Krautscheid, Hammelshahn und  Priesterberg.

Bildhauer Koslar hatte Erinnerungsplaketten hergestellt, die bei der abendlichen Siegerehrung an jeden Teilnehmer ausgehändigt wurden. Auf diesen Plaketten war die Fahrtroute ersichtlich. Hinter Dr. Becker und Elli Keymes landeten auf Platz 2 Herbert Schori und Kurt Hödtke, die 180 Punkte erzielten. Den 3. Platz teilen sich zwei Teams. Je 170 Punkte  erreichten Siegfried Keymes mit Arnim Fischer und Vater und Sohn Paul und Rainer Wertenbroich. Nach der Siegerehrung saß man noch einige Stunden gemütlich bei Musik und Unterhaltung zusammen. St.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 28 vom 18.07.1970; Foto und Bericht: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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